Rückschläge überwinden: So gehe ich mit ihnen um!

Ich habe in einem Interview letztes Jahr meinen guten Freund Jérémy Feyh gefragt, wie er mit Rückschlägen umgeht. Als Geschäftsführer und Inhaber mehrerer Unternehmen (mit gerade einmal Anfang 20!) hat er bereits vielen Herausforderungen gegenübertreten müssen.

Dabei hat jeder so seinen eigenen Weg, mit Schwierigkeiten umzugehen. Im obigen Video bekommst du einen kleinen Einblick, wie sich Jeremy immer wieder motivieren konnte, um dahin zu kommen, wo er heute ist. Es gibt nämlich einige Grundsätze, die du beachten solltest.

„Nicht aufgeben!“ heißt es ständig. Aber wie schafft man es, sich nicht unterkriegen zu lassen? In diesem Artikel erhältst du die wichtigsten Tipps, wie du mit Problemen erfolgreich umgehen solltest.

Verfalle nicht in Selbstmitleid

Das Leben bereitet oft mehr Schwierigkeiten als es dir Freude bringt. Doch DU hast die Wahl, wie du auf diese Situationen reagierst. Das Schlimmste was du machen kannst ist, in Selbstmitleid zu verfallen. Das Jahr hat Sommer sowie Winter, genauso gibt es gute und schlechte Zeiten im Leben. Zu erstarren hilft dir nicht, eine Lösung für das Problem zu finden.

Eine Möglichkeit ist, Verantwortung zu übernehmen. Verantworten beinhaltet das Verb antworten, also  etwas eingestehen, etwas vertreten oder sich rechtfertigen. Dies erscheint zunächst recht passiv, doch Verantwortung übernehmen bedeutet viel mehr als das.

Wir übernehmen immer dann Verantwortung, wenn wir proaktiv etwas bestimmen und/oder  hinter dieser Entscheidung und deren Auswirkungen stehen. Diese Entscheidungsfreiheit und die damit verbundene Wahl, etwas zu vertreten, stellen deine Selbstbestimmung als Menschen dar.  

Dementsprechend ist die Verantwortung der tragende Pfeiler unserer Brücke zur Freiheit (Freiheit = Selbstbestimmung)! Du hast die Wahl anders zu handeln, zu reagieren oder nicht zu reagieren. Wenn dir das klar wird, nimmst du dich in viel größerem Maße als ein Individuum war und stärkst dein Bewusstsein über deinen Machteinfluss.

Nun hat man aber oft Situationen im Leben, wo es vielleicht keinen Sinn ergibt, Verantwortung zu übernehmen. Der Fehler liegt ganz klar woanders: bei den Arbeitskollegen, Partnern, Eltern, Weltwirtschaftskrise, Wetter etc…

Ich möchte dir eine wahre Geschichte erzählen über einen Psychologen, der gezeigt hat, wozu wir Menschen wirklich in der Lage sind:

Victor Frankl wurde 1944, zusammen mit seiner Frau und seinen Eltern, in ein Konzentrationslager deportiert. Er hat alle seiner Familienmitglieder sterben sehen und die qualvollsten Folterungen und Experimente erleiden müssen.

Eines Tages hatte er die Erkenntnis, dass Niemand außer ihm selbst die Macht über seine Gedanken haben kann. Anstatt in Selbstmitleid zu verfallen, hat er diese tragischen Ereignisse mit seinen positiven Gedanken überschatten können.

„Die letzte aller menschlichen Freiheiten ist die, seine Einstellung in jeder gegebenen Situation selbst zu wählen.“

Letztendlich bleibt es dir selbst überlassen bis zu welchem Grad du Verantwortung übernehmen möchtest. Es gehört Einiges dazu, als Unternehmer die Bürde auf sich zu nehmen, Mitarbeiter zu beschäftigen, die ihre Familie versorgen müssen. Nicht jeder Mensch ist dafür gemacht ein CEO oder eine Führungsperson zu sein.

Auch in einer Partnerschaft ist es nicht immer einfach alles abzugrenzen, da Kompromisse getroffen werden und man sich für einen gemeinsamen Weg entscheidet. Doch absolut jeder kann mehr Verantwortung in seinen Alltag integrieren und den ersten Schritt machen zu einem besseren Ich.

Du kannst beispielsweise anfangen, an deiner emotionalen Intelligenz zu arbeiten um deine Reaktionen und Aktionen besser zu kontrollieren. Stelle dir daher immer diese Fragen:

Bin ich der Auslöser dieser Reaktion? Berühre ich gerade die Ängste des Anderen? Ärgere ich mich gerade wirklich oder habe ich zu hohe Erwartungen oder Unsicherheiten? Kann ich was an der Situation ändern oder muss ich es akzeptieren (Thema: Stoizismus)?

Damit ist nicht gesagt, tragische Ereignisse, Krankheiten, Schmerzen und Tode zu verdrängen um sich alles schönzureden. Es liegt in der menschlichen Natur, zu trauern, Geschehnisse zu verarbeiten und zu reflektieren.

Sehr oft sind es aber nur die Verhaltensweisen der Anderen, der Druck der Gesellschaft oder schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit, die Negativität in dir hervorrufen. Viele fragen sich noch nicht einmal, wieso sie sich in bestimmten Momenten gut oder schlecht fühlen.

Jedes Problem ist gleichzeitig eine Lösung

Es gibt absolut keine Ausreden dafür, sich von einem negativen Ereignis lähmen zu lassen. Jedes Problem bietet eine Lösung. Gleichzeitig haben auch Rückschläge ihre guten Seiten.

So hart wie es auch klingt: Möchtest du erfolgreich sein, bleibt dir manchmal nichts anderes übrig als deine Emotionen auszuschalten und wie ein Roboter zu funktionieren.

Es wird immer einen Ausweg geben! Jedoch ist dieser nicht sichtbar, wenn dein Gemütszustand dein Gehirn nicht mehr rational denken lässt. Die Kunst ist, sich seiner eigenen Gefühle in bestimmten Situationen bewusst zu sein und diese in die richtige Richtung zu lenken (NLP).

Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

Jede neue Herausforderung wird dich als Persönlichkeit wachsen lassen. Es liegt in der DNA des Menschen, sowohl körperlich als auch geistlich, mit seinen Aufgaben zu wachsen und aus jedem Kampf stärker hervorzugehen.

Nachdem du eine Erkältung überstanden hast, wird der gleiche Virus nicht noch einmal deinen Körper überfallen können. Dein Immunsystem hat Antikörper entwickelt und dafür gesorgt, dass du nun stärker bist.

Dementsprechend hinterlassen auch emotionale Rückschläge oft etwas Positives zurück. Was zunächst wie ein Verlust, Schmerz oder Aufwand erscheint, kann im Nachhinein auch dein Selbstvertrauen stärken!

Viele Angestellte machen täglich die gleiche Arbeit, müssen den „Stapel abarbeiten“ oder trauen sich nicht zu, herausfordernde Projekte anzugehen. Die Angst zu versagen und Verantwortung für eine neue Tätigkeit zu übernehmen lässt viele in der Komfortzone verweilen. Dies sorgt gleichzeitig für Selbstzweifel, da man sich einredet, nicht gut genug für etwas zu sein. Das kannst du jedoch ändern!

Als Jérémy im Alter von 14 Jahren sein Zuhause verlor, konnte er dank Persönlichkeitsentwicklung relativ gut mit dieser Situation umgehen. Trotzdem hat es seine Narben hinterlassen, als das Haus zwangsversteigert wurde. In gewisser Weise waren seine ganze Kindheit und die Identität verloren.

Im Nachhinein betrachtet, hat es jedoch auch seine positiven Seiten gehabt. Die Familie lebte einige Zeit später in einem neuen, noch schöneren Haus und Jérémy konnte aus dieser schweren Situation viel Selbstvertrauen schöpfen.

Nie aufgeben

Wenn du diese Punkte beherzigst, fällt es dir zukünftig leichter, nicht aufzugeben. Sei dir bewusst, dass es in deiner Hand liegt, wie du mit Rückschlägen umgehst und erkenne die positiven Seiten an jedem negativen Ereignis.

Nimm dir also die Zeit, deine Emotionen zu beobachten und gewisse Glaubenssätze zu hinterfragen. Gib den äußeren Umständen nicht die Power, deine innere Welt zu beeinflussen. Verzichte nicht auf deine Macht und erkenne, dass DU bestimmst, wie du dich fühlst, was du machst und wer du bist!

Beste Grüße,

Lukas

Highlights

0:40 Jérémys 2 größten Rückschläge

1:55 Jérémys Tipps zum Umgang mit Rückschlägen

2:36 Warum man nicht aufgeben sollte

3:40 Berufliche Rückschläge und Emotionen

5:00 Tipps zur Motivation