Mit Instagram Geld verdienen: Der Weg zum Erfolg auf der Plattform!

Instagram ist heute eine der größten Social Media Netzwerke der Welt. Wie man auf der Plattform erfolgreich werden kann und wie man mit einer Reichweite auch Geld verdient, wird hier erklärt!

Allgemein
23 Minuten Lesezeit
Mit Instagram Geld verdienen

Mit über 1 Milliarde monatlich aktiven Nutzern, die täglich insg. 95 Millionen Beiträge posten, gehört Instagram zu den größten sozialen Netzwerken der Welt. Neben dem privaten Austausch mit Freunden und Bekannten hat sich das Instagram in den letzten Jahren zu einer relevanten Marketingplattform für Unternehmen und Influencer entwickelt, mit der sich langfristig eine große Community aufbauen lässt. 

Mit einer guten Idee, Ausdauer und der richtigen Umsetzung können aber nicht nur Unternehmen, sondern alle, die Spaß am Aufbau einer Community und der Erstellung von Content haben, einen erfolgreichen Instagram-Kanal betreiben und damit sogar viel Geld verdienen. Denn Reichweite lässt sich immer  monetarisieren. 

Aber wie kann man auf Instagram heutzutage noch erfolgreich werden, wenn jeden Tag ca. 95 Millionen Beiträge hochgeladen werden? In die Antwort dieser Frage fließen so viele Faktoren ein, dass man dazu ein ganzes Buch schreiben könnte. Trotzdem sind es schlussendlich einige wesentlichen Dinge, die erfolgreiche Instagramseiten ausmachen. Welche das sind, wird in diesem Artikel beantwortet. 

Wer also darüber nachdenkt, eine große Instagramseite aufzubauen und mit Content sein Geld zu verdienen, findet in diesem Artikel alle wichtigen Grundlagen und Strategien zum Aufbau einer großen Community sowie die besten Möglichkeiten, diese zu monetarisieren.  

Wichtig: Bevor es losgeht, sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass man nicht von heute auf morgen eine riesige Community aufbauen kann und der Erfolg sehr stark von der eigenen Leidenschaft an Instagram abhängt. 

Wer nach einer Methode sucht, um möglichst schnell finanziell unabhängig zu werden, wird mit Instagram wahrscheinlich nicht glücklich. Dafür gibt es andere Lösungen, um online Geld zu verdienen. Dazu am Ende des Artikels noch etwas mehr.

Reichweite auf Instagram aufbauen 

Die Voraussetzung, um mit Instagram Geld zu verdienen, ist Reichweite. Diese wird mit regelmäßigen Uploads und qualitativen Content über einen längeren Zeitraum generiert. Im Gegensatz zu sozialen Netzwerken wie YouTube, funktioniert Wachstum auf Instagram nur durch aktuelle Inhalte. Das bedeutet, Beiträge auf Instagram haben meist schon nach einem Tag keine Relevanz mehr, während z.B. ein YouTube-Video Jahre später von neuen Zuschauern gefunden wird. 

Bevor es also um das Thema Geld verdienen geht, werden in den nächsten Unterpunkten die wesentlichen Schritte zum Aufbau von Reichweite erklärt. Das ist besonders wichtig für alle, die noch ganz am Anfang stehen und eine Seite aufbauen wollen oder sich gerade in der Anfangsphase befinden. 

1) Business-Account erstellen 

Instagram Business Account erstellen

Um das meiste aus Instagram herauszuholen, sollte man sich ein Businessprofil anlegen. Das bedeutet, man bekommt mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung der Profilseite (z.B. einen Kontakt-Button), Einsicht in die Insights sowie die Möglichkeit Werbung zu schalten und Posts vorauszuplanen. Die Insights sind Instagrams eigenes Analysetool, mehr dazu später. 

Einen Business-Account kann man entweder neu erstellen oder den privaten Account umwandeln. Das funktioniert über Einstellungen > zu professionellem Konto wechseln. Anschließend muss man ein paar Fragen beantworten, eine Kategorie auswählen (Blogger / Unternehmen / Person des öffentlichen Lebens etc.) und falls vorhanden eine eigene Facebookseite verknüpfen. 

Die Facebookseite muss nicht aktiv geführt werden oder Follower haben. Es geht nur um die Verknüpfung zwischen Facebook und Instagram, sodass man über den Facebook-Werbeanzeigenmanager Werbung über Instagram schalten kann. Hier hat man nochmal viel mehr Möglichkeiten für zusätzliche Reichweite, weshalb die Verknüpfung definitiv sinnvoll ist. 

Wer ein neues Instagramkonto eröffnen möchte, kann sich einfach über die App oder Instagram.com > Du hast kein Konto? > Registrieren eins erstellen. Dabei darf man natürlich keine E-Mail-Adresse verwenden, die bereits auf Instagram registriert wurde. Über die Funktion Konto wechseln kann man später zwischen 2 und 5 Accounts hin und her wechseln, ohne sich immer wieder anmelden zu müssen. 

2) Personenmarke oder Themenseite? 

Die meisten großen Instagram Accounts behandeln ein ganz bestimmtes Thema, haben also eine spezifische Zielgruppe. Das ist auch wirklich wichtig, damit Besucher der Seite einen Grund zum Folgen haben. Wenn sich jemand für das Thema Fotografie interessiert und einen relevanten Beitrag vorgeschlagen bekommt, wird er sich vor einem Follow erstmal die Instagramseite anschauen. Wenn sich dann auf dieser Seite eine bunte Mischung aus den verschiedensten Themen befindet, wird er eher nicht auf Folgen klicken. 

Auch für die spätere Monetarisierung der Reichweite sollte man eine klare Zielgruppe definiert haben. Ansonsten kann es sehr lange dauern, bis man über Produktempfehlungen oder Kooperationen relevanten Umsatz erzielt. Eine Seite über Fotografie mit 1.000 Followern kann mehr Geld verdienen, als eine Meme-Seite mit 10.000 Followern. 

Der Grund dafür ist die Zielgruppe. Denn die meisten Menschen mögen lustige Bilder, obwohl sie ansonsten vielleicht keine gemeinsamen Interessen haben. Die Follower von Meme-Seiten setzen sich also aus den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Wenn eine Meme-Seite ein Placement postet, also ein Produkt empfiehlt, ist dieses meist nur für einen Bruchteil der Follower relevant. Man kann Produkte also nicht wirklich auf die Community zuschneiden. 

Ein Fotografie Account mit 1.000 Followern weiß, dass sich ein Großteil der Follower für Fotografie interessiert und in der Regel eine höhere Kaufkraft hat, um passendes Equipment zu erwerben. Dementsprechend können Produkte promotet werden, wie z.B. ein neues Stativ. Bei der Meme-Seite wäre der Erfolg einer solchen Produktplatzierung davon abhängig, wie viele Hobbyfotografen sich zufällig unter 10.000 Followern befinden. 

Passende Thema finden 

Die Wahl des Themas sollte am besten nicht nur nach dem möglichen Potenzial, sondern anhand der eigenen Interessen und Leidenschaften getroffen werden. Bei Instagram geht es darum, mindestens mehrmals in der Woche relevanten Content zu posten, Storys zu erstellen und spannende Texte zu schreiben. Das ist viel Arbeit, die um einiges leichter fällt, wenn man sich mit dem eigenen Thema identifizieren kann und im besten Fall schon gut auskennt.

Oft ist es hilfreich, sich einfach mit Papier und Stift hinzusetzen und zu brainstormen. Anschließend geht man die vielen Ideen nach und nach durch und entscheidet sich schlussendlich für die Beste. Bei der Entscheidung können folgende Fragen helfen: 

  1. Wenn ich jetzt sofort den ersten Post erstellen müsste, was kommt mir direkt in den Kopf oder worauf habe ich heute am meisten Lust?
  2. Wenn ich unterschiedliche Themen langsam durchlese und mir dabei vorstelle, wie ich dazu Content erstelle, wo spüre ich die größte Freude? 
  3. In welchem Bereich kenne ich mich schon sehr gut aus, kann darüber völlig frei sprechen und verbringe ich ohnehin schon viel (Frei-)Zeit? 
  4. Wenn ich heute schon einen Account mit über 100.000 Follower hätte, welche Art von Content würde ich gerne jeden Tag erstellen? 

Die letzte Frage ist wichtig, weil viele am Anfang ihr Gesicht nicht zeigen wollen und eine reine Themen bzw. Repost-Seite aufbauen. Wenn dann viele Follower zustande kommen, will man sich plötzlich vielleicht doch zeigen, z.B. weil einen der immer gleiche Ablauf langweilt. Die Follower sind aber nicht wegen der Person, sondern den Inhalten zustande gekommen. Ein plötzlicher Wechsel zu anderem Content wäre also riskant. Deswegen sollte man sich am Anfang gut überlegen, in welche Richtung man gehen will. Hier gibt es drei Möglichkeiten: 

Trennung oder Kombination

Die erste Möglichkeit ist eine Personenmarke. Das bedeutet, dass man seine eigene Persönlichkeit maßgeblich in die Erstellung von Content mit einfließen lässt. Man lädt also Bilder von sich hoch, erstellt Videos, in denen man sich selbst vor die Kamera stellt und postet Alltagserlebnisse in Form von Storys. Die repräsentativsten Beispiele für Personenmarken sind Lifestyle-Influencer, die ausschließlich ihr eigenes Leben in die Öffentlichkeit stellen. 

Eine reine Themenseite beschäftigt sich hingegen mit einer bestimmten Nische und beinhaltet meist Content in Form von bearbeiteten Bildern oder Grafiken. Das können z.B. Motivationssprüche und Memes, aber auch wertvolles Wissen sein. Eine reine Themenseite zeichnet sich dadurch aus, dass der Content-Creator selbst kein Teil des Accounts ist, wodurch der Inhaber problemlos wechseln kann, man also die Seite später auch verkaufen kann. 

Wie man sich schlussendlich entscheidet, hängt stark vom eigenen Ziel ab. Wenn man seine Seite z.B. ausschließlich kommerziell nutzen und irgendwann verkaufen will, eignet sich eine unpersönliche Themenseite. Wer als Künstler erfolgreich werden will (Musik, Fotografie etc.) benötigt dagegen eher eine Personenmarke.

Viele betreiben auch sogenannte Repost-Seiten, auf denen ausschließlich die Inhalte anderer Instagram Accounts gepostet werden. Es gibt sehr viele solcher Seiten zu den meisten Themen, weshalb es schwer wird, sich von den anderen abzuheben. 

Eine Mischung aus Content und Persönlichem kann ebenfalls gut funktionieren. Man beschäftigt sich also mit einem Thema und vermittelt dieses über seine individuelle Persönlichkeit. So zieht man zwar eine ganz bestimmte Zielgruppe an, entwickelt aber gleichzeitig viel Sympathie und Vertrauen. Menschen bauen nun mal eine bessere Bindung zu anderen Menschen auf, als zu anonymen Seiten. Dadurch wächst der Kanal nicht nur schneller, sondern hat eine viel größere Zuschauerbindung, was z.B. wichtig für die kommerziellen Aspekte des Accounts ist. 

Eines der besten Beispiele hierfür ist die Seite AlleAktien. Auch wenn das Thema rund um Aktien, Analysen und Anlagetipps im Vordergrund steht, vermittelt der Gründer mit seiner ehrlichen und transparenten Art größtenteils selbst die Informationen und konnte so bis heute über 60k Follower aufbauen. Damit ist der Account nicht nur Deutschlands größte Community im Bereich Finanzen, sondern auch ein sehr profitables Business, aufgrund eines bezahlten Premiumbereichs.  Zur Inspiration ein paar Beispiele erfolgreicher Seiten: 

3) Eigenen Account gestalten 

Im ersten Schritt wurde bereits ein Instagram Business-Account erstellt. Jetzt geht es darum, diesen auch mit den richtigen Informationen zu füllen. Dazu gehört ein geeigneter Benutzername, ein Name und eine Beschreibung des Accounts. 

Der Benutzername ist der Name, über den das Profil gefunden wird. Dieser darf keine Leerzeichen enthalten und wird nur in Kleinbuchstaben angezeigt. Je nach Thema kann man hier bereits das naheliegendste Keyword unterbringen, um bei Suchen nach diesem Begriff angezeigt zu werden. Wenn der Name dadurch lang und schwer zu merken wird, sollte man eher darauf verzichten. Bei Personenmarken spielt ein Keyword im Username ebenfalls keine Rolle. 

Der Name wird über der Biografie (Kurzbeschreibung der Seite) in fetter Schrift angezeigt. Im Gegensatz zum Benutzernamen dürfen hier Leerzeichen und Großbuchstaben verwendet werden. Aufgrund der fetten Schriftart fällt der Name immer als Erstes ins Auge, weshalb man sehr themenrelevante Begriffe verwenden sollte. 

Die Biografie ist eine auf 150 Zeichen limitierte Kurzbeschreibung der Seite, in der man so präzise wie möglich erklären sollte, worum es auf dem Instagram Profil geht. Da die Biografie als HTML-Code gespeichert wird, kann der Text von Google erfasst und indexiert werden. Daher ist es wichtig themenrelevante Keywords einzubauen. Wie bei allem, was auf Instagram passiert, spielt auch hier das Design eine wichtige Rolle. Einen unformatierten Text wollen die wenigsten lesen. Am besten arbeitet man hier mit Emojis und Absätzen, um einen übersichtlichen Look zu gestalten. 

Tipp: Wer andere Schriftarten in der Instagram Biografie verwenden möchte, kann seinen Text mit einem Fonts-Generator wie z.B. hypifyfonts bearbeiten. 

Wenn es einen bestimmten Link gibt, auf den die Zuschauer klicken sollen, kann man unter dem Punkt Website im Einstellungsmenü eine eigene URL posten, die unterhalb der Biografie angezeigt wird. In dem Fall eignet es sich, einen Call to Action (CTA) als letzten Punkt in der Biografie einzubauen. Ein CTA ist eine aktive Aufforderung, auf den Link zu klicken. 

Beispiel Instagram Account

4) Content-Plan erstellen 

Das Grundgerüst für einen erfolgreichen Instagram-Account steht, jetzt fehlen nur noch die Inhalte. Damit man mit seinem Profil Erfolg hat, sollten Besucher direkt erkennen und vorhersagen können, welche Art von Content auf der Seite gepostet wird. Wichtig dafür ist ein relativ einheitlicher Style, der sich durch das ganze Instagram-Profil zieht. 

Bevor man also beginnt Inhalte hochzuladen, sollte man sich Gedanken über die Darstellung und die verschiedenen Formate machen. Dafür ist ebenfalls eine feste Upload-Frequenz gut, die man langfristig einhält. Es gibt Accounts, die jeden Tag 3-4 Beiträge erstellen, während andere täglich oder alle 2-3 Tage einen Beitrag posten. Hier kommt es ganz auf das Thema und die verfügbare Zeit an. Viel wichtiger als eine hohe Upload-Frequenz ist die Qualität der Beiträge. Mit zu vielen Posts kann man die Community auch nerven, wodurch sich die Followerzahl eher negativ entwickeln wird.  

Den Hauptteil des Content-Plans werden wahrscheinlich Beiträge im Bildformat ausmachen. Diese kann man jeweils mit einer Unterschrift oder einem langen Text versehen. Der Text ist eine gute Möglichkeit, um Besucher länger auf dem eigenen Profil zu behalten, weshalb man in diesem Bereich noch zusätzlich qualitative Inhalte bieten sollte. 

Wenn man etwas mehr Zeit in seinen Account stecken möchte, kann man auch kurze oder längere Videos mit in den Content-Plan aufnehmen. Das können z.B. Tutorials, Inspirationen oder persönliche Einblicke sein. Über die Reel-Funktion lassen sich kurze Videos mit oder ohne Effekten im Hochformat direkt über Instagram aufnehmen. Tipps rund um die neuesten Formate und besten Wachstumsstrategien findet man auch immer bei Torben Platzer.

Zudem eignen sich die Storys nicht nur, um persönliche Videos oder Erlebnisse aus dem Alltag aufzunehmen, sondern können ebenfalls geplant und für die Vermittlung von Inhalten genutzt werden. Für einen professionellen Look kann man sogenannte Highlights erstellen, die unterhalb der Biografie angezeigt werden. Dabei handelt es sich um nach Themen sortierte Storys, die Besucher über individuell gestaltete Buttons anschauen können. 

Wie weit man den Content-Plan im Voraus erstellt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Am besten nimmt man sich jede Woche eine feste Zeit vor, in der man den geplanten Content vorproduziert. Mit einem Businesskonto kann man die Beiträge dann alle hochladen und zu den geplanten Zeiten automatisch posten lassen. Somit muss man sich nur einmal pro Woche um das Erstellen von Beiträgen kümmern. Wie das genau geht, wird in folgendem Video erklärt: Instagram Posts planen

Sobald der Content-Plan für die nächsten Tage steht, geht es an die Erstellung der Inhalte. Bevor man mit dem regelmäßigen Upload von einzelnen Beiträgen beginnt, sollte man die ersten 6-12 Bilder auf einmal hochladen, damit die Instagram-Seite nicht leer aussieht. Anschließend kann man mit dem geplanten Upload von Content starten. 

5) Instagram Algorithmus verstehen 

Es gibt noch einige Dinge, die man bei der Erstellung von Instagram-Beiträgen beachten sollte. Denn wie jede andere soziale Plattform funktioniert auch Instagram über einen Algorithmus, der entscheidet, wann und wem die Beiträge angezeigt werden. 

Die genaue Funktion des Algorithmus ist nicht bekannt, man weiß aber, welche Ziele Instagram grundsätzlich verfolgt. Wie viele andere Plattformen verdient Instagram ebenfalls viel Geld über Werbung, die jedem User zwischen den Storys und Beiträgen ausgespielt wird. Je mehr Werbung ausgespielt wird, desto mehr verdient Instagram. Auf den Einzelnen heruntergerechnet bedeutet das also, dass jeder User so viel Zeit wie möglich auf der Plattform verbringen soll. Und darum kümmert sich der Algorithmus, indem er jedem Nutzer die für ihn relevantesten Inhalte vorschlägt. Der wichtigste Punkt ist also: Die Inhalte müssen relevant für die eigene Zielgruppe sein und die Nutzer möglichst lange auf der Plattform halten. 

Aber wie entscheidet der Algorithmus, ob Inhalte relevant sind, oder nicht? In diesen Entscheidungsprozess fließen extrem viele Faktoren, die keiner so genau kennt. Es gibt aber Anhaltspunkte, die mit großer Sicherheit eine wichtige Rolle spielen: 

Instagram SEO

Instagram bietet seinen Nutzern einige Möglichkeiten, Inhalte mit bestimmten Informationen zu versehen, sodass diese anschließend leichter gefunden werden können. Diese Funktionen sollte man immer voll ausnutzen, um bei gewissen Themen ausgespielt zu werden. 

  • Hashtags: Mit Hashtags zeigt man dem Algorithmus explizit, zu welchen Themen man ausgespielt werden möchte. Wenn jemand anschließend nach einem dieser Hashtags sucht, erscheint der eigene Beitrag in den Suchergebnissen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Nutzer die Möglichkeit haben, Hashtags zu folgen. Das bedeutet, wenn ein relevantes Bild mit dem abonnierten Hashtag gepostet wird, erscheint der Beitrag im Feed des Followers. Zu jedem Post können 30 Hashtags in der Beschreibung platziert werden, wobei man darauf achten sollte, eine Mischung aus mittelgroßen (Nachfrage) und kleinen Hashtags zu verwenden. Die Nachfrage nach Hashtags kann man leicht über Google herausfinden.
  • Standorte: Zu jedem Bild kann man einen Standort hinzufügen, der für den Aufnahmeort des Bildes steht. Ähnlich wie bei Hashtags kann man auf Instagram nach Standorten suchen und bekommt Beiträge angezeigt, die den gesuchten Standort enthalten. Besonders relevant ist die Standort-Funktion z.B. bei Reisebloggern, Fotografen oder Restaurant-Tester.

Engagement

Geld verdienen mit Instagram

Nutzer haben auf Instagram mehrere Möglichkeiten, um auf Beiträge zu reagieren. Es gibt Likes, Kommentare, Shares und Saves. Alles Faktoren, die dem Algorithmus zeigen, dass der gepostete Beitrag eine Relevanz hat. Die schwerste Gewichtung haben dabei Save und Share, denn ein gespeicherter oder geteilter Beitrag bedeutet immer eine hohe Relevanz. Um seine eigenen Beiträge zu pushen, sollte man also möglichst viele Saves, aber vor allem Shares erhalten. Das funktioniert, indem man in seine Beiträge immer einen Call to Action einbaut, also die Aufforderung zu einer Handlung. 

  • Likes: Für ein Like braucht man nicht unbedingt einen Call to Action, da bei guten Inhalten die Chance auf Likes sehr hoch ist. Man könnte ggf. noch eine Aufforderung zu liken in den Beschreibungstext einbauen. Dabei sollte man etwas kreativer formulieren und nicht einfach nur Bitte Liked mein Foto schreiben. Hierzu ein Beispiel: Wenn dir dieser Beitrag geholfen hat, freue ich mich sehr über deine Unterstützung in Form eines Likes.  
  • Kommentare: Um andere zum Kommentieren zu bewegen, bedarf es schon etwas mehr Aufwand. Das liegt daran, dass Kommentare viel öffentlicher sind und deutlich mehr Zeit beanspruchen. Hier sollte man den Call to Action indirekt formulieren und ein bestimmtes Thema vorgeben. Die einfachste Möglichkeit dafür sind Fragen. Beispiel: Welches Thema wünschst du dir? Lass es mich in den Kommentaren wissen.  
  • Save & Share: Diese beiden Faktoren lassen sich etwas schwerer beeinflussen, gehen aber mit hochwertigem Content einher. Wenn man beispielsweise hochwertigen Content zum Thema Angeln rausbringt, hat man gute Chancen, dass der ein oder andere Angler den Beitrag seinen Angelfreunden schickt. Man kann die Chance auf Saves und Shares aber auch manuell erhöhen, indem man Beiträge erstellt, die genau auf eine dieser Handlungen abgezielt sind. Spezifische Anleitungen oder etwas komplexerer Content wird gerne gespeichert, weil der Nutzer später nochmal darauf zurückgreifen möchte. Gewinnspiele sind eine gute Möglichkeit für Shares, da man das Teilen als Bedingung festlegen kann. 
  • Storys: Innerhalb der Story-Funktion gibt es diverse Möglichkeiten, um das Engagement mit den Zuschauern zu fördern. Beispielswesie mithilfe von Abstimmungen, Quizfragen oder Ratings steigt die Interaktion mit Story-Inhalten um einiges, wodurch diese bei den Followern weiter vorne angezeigt werden. 

Watchtime

Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt es, wie viel Zeit ein Nutzer auf einem Profil bzw. Beitrag verbringt. Je länger die Betrachtungszeit ist, desto relevanter stuft der Algorithmus den entsprechenden Inhalt ein. Auch hierfür gibt es einige Tricks und Möglichkeiten, um diesen Wert zu erhöhen. 

  • Beschreibungstext: Unter jedem Beitrag hat man die Möglichkeit, einen Beschreibungstext mit bis zu 2.200 Zeichen zu erstellen. Das ist enorm viel Platz, von dem zumindest ein Teil genutzt werden sollte. Da von dem Beschreibungstext nur die ersten 3 Zeilen angezeigt werden, sollte man direkt in der ersten Zeile die Neugierde der User wecken, damit diese den ganzen Text aufklappen und durchlesen. Call to Actions nicht vergessen. 
  • Karussell-Beiträge: Auf Instagram kann man bis zu 10 Bilder in einem Post hochladen. Mit einem Swipe kann der Nutzer von Bild zu Bild wischen und verbringt somit viel mehr Zeit auf einem Post, der nur ein einziges Bild enthält. Am besten funktioniert diese Möglichkeit, wenn die Bilder alle zusammenhängen bzw. sich gegenseitig ergänzen. Das könnte z.B. eine Schritt-für-Schritt Anleitung sein, wobei jedes Bild einen Schritt beschreibt. Hier ein Beispiel für ein Tutorial im Karussell-Format: 

  • Videos: Hochwertige Videos sind eine sehr gute Möglichkeit, um die Watchtime zu erhöhen. Im Gegenzug erfordern diese aber auch deutlich mehr Arbeit, als ein gewöhnlicher Instagram Post. Videos auf Instagram dürfen die Länge von 60 Sekunden nicht überschreiten, weshalb man sich inhaltlich auf das wesentliche beschränken sollte. Es gibt zudem die Möglichkeit längere Clips als sogenannte IGTV-Videos hochzuladen.
  • Reels: Seit 2020 gibt es die Möglichkeit, sogenannte Reels hochzuladen. Dabei handelt es sich um Videos im Hochformat mit einer Länge von maximal 15 Sekunden, welche direkt in der App aufgenommen und mit Sound- und Videoeffekten bearbeitet werden können. Es ist also eher ein Format zu Unterhaltung und eignet sich weniger um detaillierte Inhalte zu teilen. Ansprechende Reels können aber ein guter Weg sein, um Reichweite und neue Follower zu generieren.

6) Weitere Strategien für Reichweite auf Instagram 

Damit diese Strategien funktionieren, müssen die Voraussetzungen für guten Content erfüllt sein. Denn bei allen Methoden geht es darum, andere Personen auf den eigenen Instagram Account aufmerksam zu machen. Ob die Besucher anschließend auch folgen, hängt ausschließlich von der Qualität und dem Mehrwert der Inhalte ab. 

1. Unter anderen Beiträgen interagieren 

Zu den meisten Themen gibt es noch weitere Accounts, die eine sehr ähnliche oder sogar die gleiche Zielgruppe bespielen. Diesen Accounts folgt man und aktiviert die Benachrichtigung für neue Uploads. Jedes Mal, wenn neue Beiträge hochgeladen werden, kommentiert man direkt mit einem thematisch sinnvollen Kommentar. Man könnte z.B. eine Information ergänzen. So werden User auf den eigenen Account aufmerksam und folgen einem eventuell. Eine zusätzliche Option ist, nach 2-3 Tagen nochmal in  die Kommentarsektion des Beitrags zu gehen und auf die Kommentare von anderen Usern zu antworten. 

Tipp: Ähnliche Instagramseiten findet man, indem man z.B. erstmal auf YouTube nach großen Kanälen sucht und dann deren Instagramseite folgt, auf Instagram selbst nach Hashtags sucht oder schaut, welchen Accounts die großen Seiten in einem bestimmten Bereich folgen. 

2. Kooperationen mit anderen Seiten 

Kleinere Seiten, die entweder dasselbe oder ein ergänzendes Thema behandeln, eignen sich für Kooperationen. Das bedeutet, man erstellt einen Post, ein Video oder eine Story in Zusammenarbeit mit dem anderen Account und verlinkt sich gegenseitig. Eine Kooperation kann mit sehr wenig Aufwand verbunden sein, wenn man z.B. eine gemeinsame Story erstellt. Mit der Livestream-Funktion kann man sogar live mit anderen Instagram Nutzern streamen und direkt mit den Communities beider Accounts interagieren.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sogenannte Shoutouts zu kaufen. Das bedeutet, ein Account mit viel Reichweite erstellt einen Post oder eine Story inklusive Verlinkung zur eigenen Instagramseite. Da es sich hierbei nicht um gekaufte Follower handelt, ist diese Möglichkeit völlig legitim und ebenfalls interessant, wenn man mal selbst viel Reichweite aufgebaut hat. 

3. Insights benutzen 

Als Businessaccount hat man Zugriff auf die Funktion Insights. In diesem Bereich findet man sehr übersichtlich einige relevante Daten zur Zielgruppe und deren Interaktionen mit dem eigenen Instagram-Profil. Besonders wichtig ist der Punkt aktivste Zeiten, den man über Insights > Gesamtzahl der Abonnenten aufrufen kann. Dort steht zu welcher Tageszeit die eigenen Follower am aktivsten sind, also um wie viel Uhr man am besten posten sollte. Die Insights sollte man sich regelmäßig ausführlich anschauen und die Ergebnisse z.B. in einem Excel- oder G-Drive-Sheet festhalten. Nur so kann man überprüfen, ob der Kanal stagniert oder wächst. 

4. User Generated Content (UGC)

Wenn man sich eine gewisse Anzahl an Followern aufgebaut hat, kann man das Engagement mit UGC enorm steigern. Unter UGC versteht man Inhalte, die von anderen Nutzern bzw. Fans erstellt, aber auf der eigenen Seite repostet werden. Wenn man z.B. ein Bild von neuen Nike-Sneakern in seiner Story postet und die offizielle Instagramseite von Nike verlinkt, handelt es sich um UGC. Wenn Fans wissen, dass UGC regelmäßig repostet wird, ist das ein Anreiz diesen zu produzieren. 

5. Andere Seiten markieren 

Auf jedem Instagram-Profil gibt es neben den eigenen Beiträgen eine weitere Seite, wo man alle Inhalte sieht, auf denen man markiert wurde. Wenn man also einen großen Account auf dem eigenen Bild markiert, hat man die Chance, dass der Accountinhaber selbst oder einzelne User aus der Community auf die eigene Seite aufmerksam werden. 

6. Werbung schalten

Mit einem Business-Account können eigene Beiträge über die Instagram-App beworben werden. Das bedeutet, man schaltet Werbung auf den eigenen Content und generiert somit zusätzlichen Traffic auf seine Instagramseite. Dafür sucht man sich einen geeigneten Beitrag aus und klickt auf Hervorheben (neben Insights ansehen). Anschließend kann man seine Zielgruppe definieren, einen Zeitraum und ein Tagesbudget auswählen und den Beitrag anschließend promoten. Über den Facebook-Werbeanzeigenmanager hat man nochmal deutlich mehr Möglichkeiten, allerdings ist das Schalten von Werbung hier deutlich komplexer. 

Mit Instagram Geld verdienen: 4 Wege

In der Aufbauphase des Accounts wird das Thema Geld verdienen erstmal noch keine Rolle spielen. Hier sollte man sich voll auf den Aufbau einer Community konzentrieren. Wichtig ist, dass sich eine Community nicht unbedingt durch Followerzahlen darstellen lässt. Eine Community bezeichnet die Follower, die eine Bindung zum Creator beziehungsweise zur Instagramseite haben und regelmäßig mit den Beiträgen interagieren. 

Damit das passiert, wirkt es in der Regel besser seine eigene Persönlichkeit so gut es geht in die Instagramseite mit einfließen zu lassen, weil man durch Authentizität viel schneller Vertrauen und Sympathie gewinnt, als durch ein gestelltes Auftreten. Deswegen ist es auch etwas schwieriger, mit einer unpersönlichen Seite zu wachsen. Das Wissen bzw. den Inhalt der meisten Beiträge gibt es schon irgendwo, aber durch die Persönlichkeit kann jede Instagramseite einzigartig werden. 

Man braucht also eine Community, die einem vertraut und folgt, weil sie an der Person und/oder den Inhalten interessiert ist. Deswegen sind Follower aus Gewinnspielen oder gekaufte Follower, niemals so wertvoll wie organische. 

Wichtig: Wer mit Instagram Geld verdienen möchte, sollte keine Follower kaufen. Zum einen, läuft man Gefahr, dass die Instagramseite gesperrt wird, zum anderen sind solche Follower nicht aktiv, was der Interaktionsrate schadet. 

Wie bei allen anderen sozialen Netzwerken wächst ein Account langfristig, aber exponentiell. Das bedeutet, die ersten 1.000 Follower werden wahrscheinlich ziemlich lange brauchen, während der Schritt von 1.000 zu 5.000 im Verhältnis deutlich schneller geht. Wenn man die ersten 1.000 echten Abonnenten hat, kann man sich überlegen, in welche Richtung man Einnahmen generieren möchte. 

Tipp: Mit einem deutschen Account geht es etwas schneller und einfacher, weil jeder Abonnent auf Produktempfehlungen reagieren kann. Ein Amerikaner wird wohl kaum etwas in einem deutschen Online-Shop bestellen. 

1) Affiliate-Marketing & Produktempfehlungen

Der Begriff Affiliate-Marketing ist ein Synonym für Empfehlungsmarketing, also das Weiterempfehlen von Produkten. Viele Unternehmen und Marktplätze (u.a. Amazon) bieten diese Möglichkeit an, womit jede Person mit Reichweite eine Möglichkeit hat mit Instagram Geld zu verdienen. 

Grundsätzlich läuft das so ab, dass man sich im Affiliate-Netzwerk registriert und für jedes Produkt im Shop einen individuellen Affiliate-Link generieren kann. Sobald ein anderer auf diesen Link klickt und das Produkt kauft, erhält man eine prozentuale Provision auf den Verkaufspreis. 

Besonders interessant für Instagram ist das Affiliate-Netzwerk von Amazon, das sogenannte Partner-Net. Dort kann sich jeder registrieren und anfangen, das gesamte Sortiment von Amazon zu bewerben. 

Über das Influencer-Programm können sogar eigene Shops gebaut werden, in denen man verschiedene Produktkollektionen aus Amazon zusammenstellen kann. Das ist auch sehr wichtig, weil man auf Instagram immer nur einen Link in der Biografie stehen haben darf. Nimmt man nicht am Influencer-Programm teil, kann man also immer nur ein Produkt gleichzeitig bewerben.

Bei Amazon sind Provisionen von bis zu 12 % auf den Produktpreis möglich, weshalb man schon einige Produkte verkaufen muss, um einen relevanten Betrag zu erwirtschaften. Wenn ein Produkt 20 € kostet, bei einer Provision von 10 %, erhält man also 2 € pro Verkauf. Um monatlich 500 € zu verdienen, müsste man 250 Verkäufe erzielen. 

Im Endeffekt ist es immer von den Followern und der Nische abhängig, wie viel man mit Instagram verdient. Eine Mitgliedschaft im Amazon Partner-Net ist sehr schnell erledigt und erfordert auch zukünftig nicht viel Arbeitszeit. Wie man sich im Amazon Partner-Net anmeldet, wird in diesem Artikel erklärt: Amazon Partnerprogramm

2) Kooperationen mit Unternehmen 

Ab einer bestimmten Reichweite wird ein Instagram Account interessant für Unternehmen, die nach einer geeigneten Werbeplattform suchen. Wann dieser Punkt erreicht ist, lässt sich nicht verallgemeinern, weil jedes Unternehmen andere Voraussetzungen für Kooperationen hat. Viele StartUps und kleine Unternehmen suchen gezielt nach neuen Influencern, um für den Start eine günstige Werbeplattform zu haben und langfristig gemeinsam zu wachsen. 

Wie viel Geld man für einen gesponserten Post bekommt, hängt von den Followern und den davon erreichten Konten ab. Wenn man beispielsweise 10.000 Follower hat, von denen bei den letzten Posts nur 500 erreicht wurden, kann man bei Kooperationen keinen besonders hohen Preis verlangen. Würde man von den 10.000 Followern 7.000 erreichen und 4.500 Likes generieren, wäre der Preis wiederum deutlich höher. 

Auf der Website Statista findet man dazu eine interessante Statistik, die das durchschnittliche Einkommen von deutschen Influencern pro Post wiedergibt: 

Man kann deutlich sehen, wie stark die Preise variieren. Schlussendlich hängt der Betrag immer von der Nische, der Interaktionsrate und der anfallenden Arbeitszeit des Influencers ab. Deutlich wird aber, dass man eine hohe Anzahl von Abonennten braucht, um über Instagram ein solides Einkommen generieren zu können.

Das Honorar, welches man pro Post verlangt, kann man im sogenannten TKP ausrücken, dem Tausender-Kontakt-Preis. Der TKP selbst hängt von so vielen Faktoren ab, dass die Berechnung einen eigenen Artikel füllen würde. Wenn man z.B. einen TKP von 20 € veranschlagt und mit den letzten 5 Posts durchschnittlich 5.000 Personen erreicht hat, könnte man 100 € pro Post verlangen. 

Einer der Top-Verdiener auf Instagram ist Christiano Ronaldo, der mit 273 Millionen Follower durchschnittlich über 1 Million Dollar pro gesponsorten Post verdient. 

Wenn man sich eine gewisse Reichweite aufgebaut hat, kann man auch aktiv auf Unternehmen zugehen. Dabei sollte man auf ein seriöses Auftreten achten und sich mit einem Social-Media-Kit vorstellen. Dabei handelt es sich um eine 2-3 seitige PDF, in welcher man sich und seinen Account als Werbeplattform präsentiert. Am besten fügt man auch Statistiken und Zahlen aus den Insights mit ein. 

3) Shoutouts verkaufen 

Als kleiner Account sind Shoutouts eine gute Möglichkeit, um das eigene Wachstum anzukurbeln. Als großer Account, kann man wiederum davon profitieren, selbst solche Shoutouts anzubieten. Wenn man Shoutouts anbietet, sollte man darauf achten, nicht willkürlich irgendwelche anderen Seiten zu pushen. Shoutouts sollten immer zum Thema passen, damit die eigene Community auch von solchen Beiträgen profitiert.

Den Preis für ein Shoutout kann man natürlich selbst festlegen, sollte sich aber an den üblichen Marktpreisen orientieren. Diese hängen wieder von der Followerzahl, der Interaktionsrate und weiteren Faktoren wie z.B. der Zuschauerbindung zum Influencer ab. Hier ein paar Beispiele zu Shouout-Angeboten von Shoutcart: 

  1. Luxusseite mit 10k: Dauerhaftes Shoutout 30 $ 
  2. Fußballseite mit 125k: 24 Stunden Shoutout 40 $
  3. Sprücheseite mit 330k: 2 Stunden Shoutout 10 $ 
  4. Influencer mit 560k: Dauerhaftes Shoutout 100 $ 
  5. Sprücheseite mit 700k: 24 Stunden Shoutout 60 $ 
  6. Influencer mit 1,1Mio.: 2 Stunden Shoutout 90 $
  7. Influencer mit 2,4Mio.: Dauerhaftes Shoutout 1.000 $ 
Geld verdienen mit InstagramM

Auch hier zeigt sich, dass man für hohe Beträge viele Follower benötigt. Wer eine reine Themenseite ohne Persönlichkeit (Repost-Seite) aufbaut, kann später mit Shoutouts viel Geld verdienen. Als Influencer, wo man genau darauf achten muss, was man empfiehlt und was nicht, eignen sich andere Einnahmequellen deutlich besser. 

4) Social Media Manager werden 

Instagram wird für viele Unternehmen immer interessanter und es gibt inzwischen eine eigene Berufszeichnung für das Betreiben von anderen Instagramseiten. Als selbstständiger Social Media Manager kümmert man sich um den Aufbau geschäftlicher Instagramaccounts von anderen Unternehmen. Der Vorteil ist, dass man je nach Unternehmen ein gewisses Budget zur Erstellung von Inhalten bekommt und zusätzlich noch bezahlt wird. 

Geld verdienen auf Instagram

Als Social Media Manager kümmert man sich nur um das erstellen und posten von Inhalten, sondern auch um die langfristige Strategie des Accounts. Dazu gehört z.B. die Auswertung von Metriken, das Schalten von Werbekampagnen und die Interaktion mit den Abonnenten. Den meisten Unternehmen reicht es nicht, wenn man selbst noch keine praktischen Ergebnisse bzw. Erfahrung vorlegen kann. Wenn man aber selbst schon ein paar tausend Follower generiert hat, wird man mit Sicherheit interessant für Unternehmen, die sich überhaupt nicht mit der Materie auskennen. 

Damit eignet sich diese Methode vermutlich am besten, um von den Einnahmen über Instagram zu leben. Mit einer professionellen Website sowie seriösem Auftreten kann man in dem Bereich auf jeden Fall genug Geld verdienen. Wenn man an den Punkt kommt, an dem man mehr Aufträge als zeitliche Kapazität hat, kann man anfangen andere Freelancer einzustellen und sich als Social-Media Agentur ein größeres Unternehmen aufbauen. 

Wichtig: sobald man anfängt Geld über Instagram zu verdienen, muss ein Gewerbe angemeldet werden. Zu diesem Thema gibt es einen eigenen Artikel, in dem die genauen Schritte erklärt werden: Existenzgründung

Fazit – Mit Instagram Geld verdienen

Mit Instagram selbst kann man kein Geld verdienen. Vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit, Reichweite aufzubauen und diese anschließend zu monetarisieren. Sobald man eine größere Community aufgebaut hat, stehen einem unternehmerisch tausende Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann eigene Produkte rausbringen, T-Shirts verkaufen oder andere Geschäftszweige eröffnen. Mit einer Community, die einem vertraut, hat man bereits die ersten Kunden, was den Start enorm erleichtert. 

Doch bis es so weit ist, vergehen in den meisten Fällen Jahre. Instagram ist ein Ort, an dem es auf Ausdauer, Kreativität und Marketing ankommt, weshalb die meisten nach einiger Zeit wieder aufhören. Wer für die eben genannten drei Aspekte keine Leidenschaft hat und Instagram ausschließlich zum Geld verdienen nutzen möchte, wird damit wahrscheinlich nicht glücklich und keine Erfolge erzielen. Auch die Zuschauer merken, ob man sich für Beiträge Mühe gibt oder nicht. 

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Verpflichtungen, die mit einer hohen Reichweite einhergehen. Auch wenn die meisten Influencer nach außen hin ein Traumleben vorzeigen, berichten viele von einem hohen Stress und starkem Arbeitsdruck. Als Person mit Reichweite muss man immer Content abliefern, sich um Kooperationen kümmern und stets relevant bleiben, um nicht zu stagnieren. Das Business irgendwann komplett outzusourcen ist mit einem persönlichen Account so gut wie nicht möglich. 

Wer sich ein Unternehmen aufbauen möchte, um möglichst schnell finanziell frei zu werden, findet genug andere Möglichkeiten, mit denen dieses Ziel in deutlich kürzerer Zeit erreicht werden kann. Wer aber Leidenschaft an der Erstellung von Content hat und sich vorstellen kann, dieser Leidenschaft auch ohne Einkünfte nachzugehen, hat mit Instagram eine Chance, sein Hobby zum Beruf zu machen. 

Nachfolgend werden noch ein paar der wichtigsten Geschäftsmodelle vorgestellt, mit denen man sich mit oder ohne Startkapital deutlich schneller ein profitables Business aufbauen kann: Online Geld verdienen – 18 Möglichkeiten

Amazon FBA – Eigene Produkte über Amazon verkaufen

Amazon ist der weltweit größte Online-Marktplatz und bietet Drittanbietern eine große Verkaufsfläche für ihre Produkte. Händler haben dabei die Möglichkeit, ihre Artikel auf Amazon zu platzieren und selbst zu versenden oder am sogenannten FBA-Programm teilzunehmen. Das bedeutet, Amazon kümmert sich zusätzlich um Lagerung, Verpackung und Prime-Versand der Produkte. Der Händler muss lediglich das Angebot erstellen und die Ware zu Amazon senden. 

Das Besondere an diesem Programm ist, dass man für die Teilnahme kein Unternehmen mit bestehenden Produkten braucht, sondern ein neues Unternehmen aus dieser Möglichkeit heraus gründen kann. Man beginnt also mit einem einzigen Produkt auf Amazon und bringt nach und nach mehr Produkte auf den Markt. 

Mithilfe von Tools kann man herausfinden, in welchen Nischen es eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig wenigen oder schlechten Angeboten gibt. Nach der Produktrecherche entwickelt man Verbesserungen für die entsprechende Produktkategorie und sucht in Europa oder Asien nach einem geeigneten Hersteller, der einem diese Verbesserungen umsetzen kann. 

Amazon FBA Verpackung

Der Vorteil ist, dass man in Asien bereits kleinere Lieferungen mit 500 Einheiten bestellen kann, wodurch ein Start auch mit verhältnismäßig wenig Startkapital möglich ist. Sobald das Produkt angekommen ist, wird ein professionelles Angebot auf Amazon erstellt und die Ware ins Amazon-Lager geschickt. Im Idealfall ist das Produkt so gut, dass man es langfristig zum Bestseller in seiner Nische schafft und zwei- oder dreistellige Mengen pro Tag verkauft. 

Was mit Amazon in Zukunft möglich sein wird, beschreibt dieser Artikel:
10.000 € Gewinn im Monat mit Amazon FBA – Erfahrungsbericht

Prinzipiell kann man Instagram dann auch für das Bewerben eigener Produkte nutzen. Zurück zu dem Beispiel Fotografie: Wer eine bekannte Instagram Seite in diesem Bereich aufgebaut hat, kann über Amazon passendes Equipment unter einer eigenen Marke verkaufen und die Reichweite auf Instagram als zusätzliche Traffic-Quelle nutzen.

2) Selbstständig als Freelancer werden

Das Thema Freelancer werden wurde in Bezug auf Social-Media Management bereits erwähnt. Es gibt aber deutlich mehr Möglichkeiten, sich mit einer Dienstleistung selbstständig zu machen. Als Freelancer arbeitet man nicht für einen festen Arbeitgeber, sondern nach Auftrags für mehrere Unternehmen. 

Typische Bereiche für eine Tätigkeit als Freelancer sind Design, Marketing, Text, Vertrieb, Fotografie, Videoschnitt oder Programmieren. Welche Dienstleistung man sich aussucht, hängt natürlich stark von den eigenen Interessen und Fähigkeiten ab.

Das Einkommen variiert auch je nach Berufserfahrung, Auftragsvolumen und Fähigkeiten. Es gibt beispielsweise viele Texter, die sich nebenbei etwas Geld dazuverdienen, indem sie mehr oder weniger gute Texte für eine Textagentur schreiben. Gleichzeitig gibt es Copywriter, die psychologisch durchdachte Verkaufstexte formulieren und damit deutlich mehr Geld pro Auftrag verdienen. 

Wenn man sich in einer Kategorie auf ein ganze bestimmtes Thema konzentriert und in diesem Bereich sehr gut wird, kann man als Freelancer gutes Geld verdienen. Für Mittelmäßigkeit ist in dieser Branche kein Platz, da es inzwischen für fast jeden Bereich Agenturen gibt, die aus dem Ausland arbeiten und für mittelmäßige Leistung unschlagbare Preise anbieten. 

Als Freelancer hat man den Vorteil, in den meisten Branchen Ortsunabhängig arbeiten zu können und sich seine Arbeitszeiten frei einzuteilen. Trotzdem wird man als Freelancer immer seine Zeit gegen Geld eintauschen, wodurch man nie die finanzielle Unabhängigkeit erreicht oder das Unternehmen verkaufen könnte. 

Am besten eignet sich eine Freelancer-Tätigkeit also, wenn man Startkapital für ein Unternehmen aufbauen, oder sich später mit einer Agentur selbstständig machen möchte. Aus den Fähigkeiten, die man als Freelancer anbietet, kann man z.B. Content-Marketing auf YouTube oder Instagram betreiben und diese Reichweite später für eigene Produkte nutzen. 


FAQ – Häufig gestellte Fragen


• Wie kann man mit Instagram Geld verdienen?

Wie bei den meisten sozialen Netzwerken verdient man nicht direkt über die Plattform Geld, sondern kann seine Reichweite für unternehmerische Zwecke nutzen. Dazu zählt z.B. Affiliate-Marketing oder die bezahlte Kooperation mit anderen Unternehmen. Es lässt sich aber auch viele andere Geschäftsmodelle mit Verknüpfung zu Instagram realisieren. Mehr dazu hier

• Lohnt es sich über Instagram Geld zu verdienen?

Ob sich der Verdienst über Instagram lohnt, hängt stark von der eigenen Zielgruppe, der Interaktionsrate und Follower-Anzahl ab. Bis man von Instagram leben kann, dauert es meist  ziemlich lange. Wer sich aber auf ein ganz bestimmtes Thema konzentriert und in diesem Bereich authentischen Content produziert, kann sich einen Nebenverdienst aufbauen.  

• Wie viel Geld kann man über Instagram verdienen?

Wer mit Instagram Geld verdient, arbeitet immer selbstständig. Das bedeutet, der Verdienst hängt hauptsächlich von den eigenen Entscheidungen ab. Wer sich unternehmerisch bildet und mit Instagram eine hohe Reichweite aufbaut, kann damit durchaus Geld verdienen. Der Weg dahin erfordert aber viel Arbeit und vor allem Geduld. 

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