Was du bei Cold E-Mails beachten solltest!

Seien es Influencer und Geschäftspartner, Unternehmen oder Kunden –früher oder später muss der Erstkontakt hergestellt werden. Doch wie kontaktiert man jemanden, den man zuvor gesehen oder gesprochen hat?

Ein Großteil der Kommunikation ist nonverbal, d.h. in einer E-Mail werden weniger Sympathien und Emotionen mitgeteilt als bei einem persönlichen Gespräch oder Telefonat. Es gibt jedoch einige Tricks, um mithilfe von Cold E-Mails, warme Leads zu generieren. Hier erfährst du, wie du Anfragen schreibst ohne komisch und suspekt zu wirken!


Verlasse dich nicht nur auf eine Plattform

Heutzutage arbeitet jeder mit E-Mails. Das heißt jedoch nicht, dass es immer die beste Lösung ist, Leute auf diesem Wege zu kontaktieren. Du kannst dir ja ungefähr vorstellen, dass deine E-Mail beim Empfänger nur eine von Hunderten ist und leicht untergehen kann oder im Spam-Ordner landet.

Nutze also mehrere Wege! Neben E-Mails, kannst du viele Unternehmen oder Personen auch über Facebook, Instagram, Skype, WhatsApp oder WeChat anschreiben. Letzteres ist im asiatischen Raum sehr verbreitet und wird das Sourcing um ein vielfaches schneller und einfacher gestalten.

Ich benutze ein sehr nützliches Tool, um überhaupt erstmal an die richtigen Adressen zu kommen: Hunter.io. Hier gibst du den Namen des Unternehmens ein (bzw. die Internetpage), bei dem du eine Anfrage stellen möchtest. Je nach Größe erhältst du wirklich zahlreiche Ergebnisse!


Erwecke das Interesse

Die größte Hürde bei der Kontaktaufnahme ist das Erreichen deiner Nachricht an den Empfänger. Viele Mails werden oft gar nicht gelesen und landen schneller im Papierkorb als man denkt. Ein ausdrucksvoller und interessanter Betreff muss also daher!

Die Betreffzeile muss stark genug sein, um das Interesse des Lesers zu wecken. Sie darf nicht zu lang und nicht zu kurz sein. Gleichzeitig sollte sie aber auch nicht zu fishy sein, ansonsten wird sie als Spam abgetan und wird gar nicht erst beachtet.

Sehr gut funktionieren persönliche Botschaften. Versuche dich in die Lage des Lesers zu versetzen und schreibe das, was er lesen möchte. Nenne ihm den größten Vorteil, den er bekommt, wenn er deine E-Mail liest. Du solltest also nicht deine Interessen, sondern die deines Empfängers im Sinn haben!


Weniger ist mehr

Du hast es geschafft, dass deine Nachricht aufgerufen wird. Beachte, dass deine E-Mail auch schön aussehen muss, damit sich der Leser wohlfühlt. Wird er/sie einen endlos langen Text ohne Punkt und Komma vorfinden, wird er die Mail erst gar nicht durchgelesen.

Halte deinen Text kurz und knapp! Meistens wird viel zu viel in einer E-Mail geschrieben, wovon gerade einmal 20 % das aussagt, was wirklich wichtig ist. Der Leser wird sich erschlagen fühlen mit der reinen Aneinanderreihung von Informationen, ohne eine Botschaft zu vermitteln oder zum Handeln aufzufordern. So ziemlich  jeder heutzutage leidet unter Zeitmangel, also mache es dir und deinem Empfänger einfacher, indem du dich kurz hältst.

Sei dir bewusst, was du überhaupt aussagen möchtest. Es zählt wirklich nur das Essenzielle! Anstatt eine lange Einleitung zu geben, wer du bist und was du machst, kannst du direkt zur Kernaussage kommen und dabei die Vorteile aufzählen.

Menschen neigen dazu Texte induktiv zu verfassen:  Die Kernaussage/Schlussfolgerung folgt auf dem, was vorher gesagt wurde.  Da ist auch nichts Verwerfliches dran, solange wir Geschichten erzählen oder die Spannung bei einem Thema bis zum Schluss bewahren wollen.

Bei der deduktiven Methode wird die Kernaussage zuerst genannt und einzelne Beispiele oder zusätzliche Punkte im Anschluss angeführt. Das weniger Relevante wird also dem Wichtigsten untergegliedert.

Möchtest du das Wesentliche mitteilen musst du lernen auf den Punkt zu kommen. Gerade im Business-Bereich solltest du daher darauf achten, überwiegend deduktiv zu argumentieren um es verständlicher, sachlicher und einfacher zu halten.

Verkaufstexte, Lead-Pages etc. sind hiervon jedoch ganz klar abzugrenzen! Im Marketing wird sehr oft der Storytelling-Stil verwendet, um die Emotionen der Kunden für sich zu gewinnen. Aber das erst einmal genug dazu…

Zusätzlich solltest du deine Mail auch anständig gliedern, um es dem Empfänger einfacher zu machen. Füge zusätzliche Absätze hinzu und strukturiere so gut es geht nach Thema. Maximal 1,2 Sätze sollest du am Ende auch zu dir und deinem Unternehmen schreiben, um mehr Vertrauen zu gewinnen.

Im Allgemeinen sind Menschen Egoisten und denken zuerst an sich selbst. Nutze dies aus und liste alle Vorteile auf, die dein zukünftiger Geschäftspartner oder Kunde von dir und deinem Produkt haben könnte. Mache die Zusammenarbeit schmackhaft, sodass  das Angebot lange im Kopf bleibt.


Erwarte keine Reaktion

Egal wie sehr du dich anstrengen wirst, die Antwortrate bleibt ziemlich tief. Das bringt die Kaltakquise leider mit sich. Doch du hast einen Riesenvorteil gegenüber anderen, wenn dir dies bewusst wird.

Es ist wie mit fast allem im Leben: Hast du zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllt werden, bist du unglücklich. Werden deine niedrigen Erwartungen übertroffen oder es ergibt sich etwas Gutes ganz spontan, empfindet man Glück.

Halte deine Erwartungshaltung in Bezug auf Cold E-mails also eher niedrig als hoch! Erwarte keine Reaktion. Zu viel Druck wird dich nur belasten und runterziehen.

ABER: Die Chancen für ein positives Resultat steigen, je mehr Leistung du erbringst. Bei 10 E-Mails mag vielleicht nur eine Person (wenn überhaupt)dabei sein, die Interesse an deinem Unternehmen oder Produkt hat. Bei 100 Anfragen sind es vielleicht schon 10 Antworten, vielleicht aber auch 30!

So frustrierend es manchmal auch sein mag, nicht aufgeben! Bleib am Ball und behalte einen kühlen Kopf in trostlosen Zeiten…damit nicht nur deine E-Mails cold sind 😉


Beste Grüße,

Lukas


Highlights

0:45 Nutze mehrere Wege Kontakt aufzunehmen

1:39 Erzeuge einen Klick, indem du den Betreff interessant gestaltest

2:30 Halte dich kurz und knapp!

3:33 Zähle die Vorteile für den Empfänger auf

4:22 Erwarte niemals eine Reaktion