Amazon FBA Rechner – Präzise Produktkalkulation leicht gemacht!

Die exakten Kosten und anfallenden Gebühren zu kennen, ist das A und O von jedem profitablen Produkt. Besonders während der Produktrecherche ist es sehr hilfreich, wenn du schon nach kurzer Zeit erkennen kannst, ob ein Produkt sich wirklich lohnt und du einen schönen Gewinn erwirtschaften kannst. 

Viele Amazon FBA Seller tun sich vor allem zu Beginn ihres FBA Unternehmens etwas schwer damit, einen guten Überblick über alle Kosten ihrer Produkte zu behalten. Doch das Ganz ist mit dem richtigen Tool eigentlich sehr einfach! 

Genau deshalb bekommst du in diesem Artikel den aktuell besten FBA Rechner für Amazon FBA an die Hand, wirst lernen welche Kosten auf dich zukommen und welche Informationen du benötigst, um dein Gewinnpotenzial genau zu berechnen. Zum Schluss gebe ich dir dann noch einige Tipps mit an die Hand, mit welchen du deine Marge langfristig weiter steigern kannst.

Lass uns loslegen!


Produktkalkulation leicht gemacht – Der FBA Rechner schafft Abhilfe

Mithilfe eines FBA Rechners für Amazon FBA kannst du ganz leicht deine Kosten ermitteln und blitzschnell datenbasierte Entscheidungen über deine Produkte treffen. Exakte Zahlen und Daten sollten immer das grundlegende Auswahlkriterium für deine Produkte sein.

Nutze dafür am besten den kostenlosen FBA Rechner von AMZ Ventures. Der Rechner ist das genaueste und einfachste Kalkulationstool auf dem Markt und schafft Ordnung in deinen Zahlen! Wir nutzen das Tool bereits seit mehreren Jahren in unserem Unternehmen.

Arbeite am besten von Anfang an mit einem Amazon FBA Rechner, damit du bereits während der Produktrecherche und besonders vor dem Sourcing weißt, ob das vorliegende Produkt auch wirklich ausreichend profitabel ist und in dein zur Verfügung stehendes Budget reinpasst. 

Wie du den Rechner nutzen solltest und wie du die Kennzahlen richtig bewertest, erfährst du in den weiteren Abschnitten. 


Warum ist die Produktkalkulation so wichtig?

Ohne eine genaue Kalkulation deiner Produkte weißt du nicht, ob es sich lohnt in eine Nische einzusteigen. Für die Produktkalkulation nutzen wir alle vorhandenen Daten und können hierdurch exakt berechnen, was wir mit unserem FBA Produkt verdienen werden. Wir stellen in diesem Schritt also sicher, dass unser Produkt einen schönen Gewinn generiert.

Aber auch vor jeder erneuten Bestellung deines Produkts, solltest du den FBA Rechner updaten, um die Marge immer mit den aktuellen Kosten zu berechnen. Somit hast Klarheit über deine Marge und kennst den Spielraum für weitere Investitionen ganz genau.

Die Marge ist prinzipiell das Verhältnis deiner Kosten zu dem Gewinn, den du mit deinem Produkt erzielst. Dein Ziel sollte es hier sein eine Marge von mindestens 30% zu erreichen.

Das schöne ist, dass du hierfür kein Studium in BWL oder Mathematik brauchst, sondern der FBA Rechner dir alle wichtigen Kennzahlen genau berechnet.

Wie du siehst, ist die Amazon FBA Produktkalkulation eine sehr wichtige Grundlage für deinen gesamten Erfolg auf Amazon. Letztlich bist du hier ein Investor, der durch die Investition in ein bestimmtes Produkt einen höheren Return erzielt. Passend hierzu hat Warren Buffett einmal gesagt: 

Risk comes from not knowing, what you’re doing.


Schritt-für-Schritt Anleitung: Amazon FBA Rechner

Solltest du es noch nicht gemacht haben, hole dir jetzt deinen kostenlosen Zugriff zum FBA Rechner, denn hiermit werden wir jetzt in den nächsten Schritten arbeiten.

Das Dashboard des Rechners können wir später für den Vergleich von verschiedenen Produkten nutzen. Jetzt fokussieren wir uns aber zuerst auf die Berechnung deiner Marge und tragen alle Werte in die weißen Felder der Tabellenblätter (P1..) ein. Im nebenstehenden Diagramm erhältst du noch eine anschauliche Aufteilung deiner insgesamt anfallenden Kosten und siehst auf einen Blick, wie hoch die jeweiligen Anteile für z.B. den Logistiker, Produktpreis oder auch die Qualitätskontrolle sind


1. Schritt: Bestellmenge
Zunächst trägst du ganz oben die Bestellmenge oder MOQ (minimum order quantity) deines Produktes ein, z.B. 1000. Diesen Wert klärst du mit deinem Hersteller ab.

Anschließend kommt die Mehrwertsteuer, die in Deutschland 19 % beträgt. Wenn du auf einem anderen Marktplatz verkaufst, kannst du das Ganze einfach abändern. Danach wählst du dann noch deine Verkaufskategorie aus. 

Ein Hinweis an dieser Stelle: Aus Einfachheitsgründen sind alle Kategorien, die eine Gebühr von 15% haben, unter dem Reiter “alles andere” zusammengefasst. Wenn du mit der Maus auf der linken Seite auf “Kategorie” klickst, dann findest du hier alle Kategorien, die eine Verkaufsgebühr von 15% haben.


2. Schritt: Zoll
Im nächsten Schritt wird der Zollsatz eingetragen. Im Sheet ist direkt auch schon der Link zur Webseite der Zolltarifnummern verlinkt. Hier kannst du schnell und einfach prüfen, welcher Zollsatz für dein Produkt in Frage kommt.

Wenn dein Produkt zu mehreren Zolltarifnummern passt, kannst du hier versuchen Kosten einzusparen und die Nummer mit dem geringeren Zollsatz wählen. Generell gehört allerdings immer nur eine Zolltarifnummer zu einem Produkt.


Zusatzinfos: Zollgebühren und Zolltarifnummer

Angenommen du importierst deine Ware aus China, so muss diese nach der Entladung verzollt werden. Diesen Schritt übernimmt der deutsche Zoll. 

Je nachdem, was für ein Produkt du hast, worin die Hauptfunktion liegt und welches Material überwiegt, wird deinem Produkt eine spezifische Zolltarifnummer oder auch TARIC-Code zugeordnet.

Auf www.zolltarifnummern.de kannst du recherchieren, welche Zolltarifnummer für dein Produkt in Frage kommt.

Ein weiterer Weg: Schreibe eine E-Mail an das Hauptzollamt (info.gewerblich@zoll.de) und an die Zollämter in deiner Stadt, bzw. in der Umgebung. Beschreibe hier genau, was du für ein Produkt importieren möchtest. Wenn du noch ein Bild einfügst, erleichterst du den Mitarbeitern beim Zoll die Arbeit.

Daraufhin wirst du einige Rückmeldungen per Email erhalten. Wenn du verschiedene Nummern erhältst, wählst du diejenige, bei der du den geringsten Zollsatz hast und welche zusätzlich exakt zu deinem Produkt passt.


3. Schritt: Produktabmessungen
Im Anschluss folgt die Produktabmessung in Länge, Breite, Höhe und Gewicht. Hier trage unbedingt die Maße deines Produktes mit Verpackung ein. Dazu kannst du ganz einfach deinen Hersteller fragen. Dieser Werte ist entscheidend für die Lagergebühren und die Rücksendungen/Entsorgungen.

Hierfür kannst du ganz einfach deinen Hersteller fragen. Je nachdem, welche Verpackung du verwendest, können die Abmessungen natürlich größer und auch entsprechend teurer für dich werden. Eine weitere Option die Produktabmessungen herauszufinden ist über das Listing eines anderen Anbieters auf Amazon. Wichtig: Die 100% akkurate Variante ist immer die genaue Abmessung über deinen Hersteller.

Nach den Produktabmessungen folgen noch die Rücksendungen in Prozent. Hier wird die Retourenquote und davon der Anteil der Entsorgungen eingetragen.

In der Regel liegt die Retourenquote bei 5% mit einem Entsorgungsanteil von 25%. Auch hier findest du wenn du mit der Maus auf das Feld “Die Retourenquote in %” klickst eine detaillierte Beschreibung. Somit hast du den erste Teil bereits ausgefüllt.


4. Schritt: Einkaufspreis
Kommen wir zum mittleren Teil, den eigentlichen Angaben zum Warenwert. Trage den Einkaufspreis deines Produktes ein und ergänze anschließend die anfallenden Verpackungskosten. Beide Werte werden auch wieder pro Einheit eingetragen und automatisch in der rechten Spalte hochgerechnet.

Dir wird hier direkt auffallen, dass wir nun mit drei Spalten arbeiten und du immer den Einzel- und Gesamtwarenwert hast.

Das hilft dir vor allem bei Positionen, wie Quality Inspection oder Logistik, denn hier erhältst du meistens den Gesamtpreis auf deine Bestellung und musst es dann nicht noch entsprechend auf das einzelne Produkt heruntebrechen. Dazu in Schritt 6 mehr. Bei deinem Einkaufspreis pro Stück solltest du natürlich mit der mittleren Spalte arbeiten und nur die Einzelwerte eintragen. 

Bitte auch, dass du immer die Euro-Werte nimmst und die genannten Preise von deinem Hersteller, Logistiker, etc. immer in Euro umrechnest. Ansonsten wird es schnell unübersichtlich und du erhältst eine falsche Margenkalkulation.


Zusatzinfos: Produktkosten

Die Grundlage für die Berechnung ist natürlich der Produktkosten, den dein Hersteller dir nennt. Wie du bei der Hersteller Recherche vorgehen solltest, um das beste Produkt zum besten Preis zu finden, zeige ich dir hier!

Hole dir auf jeden Fall verschiedene Angebote ein, und vergleiche die Preise und Qualität der unterschiedlichen Supplier!

Solltest du die Produktpreise mit deinem Hersteller überhaupt verhandeln? Dazu werde ich dir gleich noch meine persönliche Meinung sagen.

Tipp: Um eine ganz grobe Einschätzung der Produktkosten zu bekommen, bevor du überhaupt mit Herstellern Kontakt aufgenommen hast, gibt es eine kleine Faustformel: VK:5=EK

Hierzu ein kleines Beispiel: Angenommen, du findest eine Nische, in der der Bestseller für 35€ verkauft. Wenn du diesen Preis durch fünf teilst, kommst du auf einen Einkaufspreis von 7€. Das ist natürlich sehr grob und kann von den reellen Preisen abweichen.

So hast du aber die Möglichkeit von vorne rein zu erkennen, ob dein Startkapital für dein Vorhaben ausreicht. Das hängt natürlich auch davon ab, wie kompetitiv die Nische ist und wie viele Einheiten du bei deiner ersten Order bestellen müsstest.


5. Schritt: Verpackung
Nach dem Einkaufswert deines Produktes trägst du unterhalb eventuell anfallende Verpackungskosten ein. Diese werden auch wieder pro Einheit eingetragen und automatisch in der rechten Spalte hochgerechnet.


6. Schritt: Sonstige Kosten
Im Anschluss folgen die Quality Inspection und Logistikergebühren. Solltest du deinen Import splitten (einen Teil per Flugzeug, einen per Schiff), dann rechnest du die Summen zusammen und trägst die Gesamtsumme sein.

Tipp: Hole dir am besten bei verschiedenen Logistikern ein Angebot ein und vergleiche diese. Oftmals lässt sich hier noch sehr viel rausholen. Mit diesen Angaben ist der mittlere Teil Warenbestellung auch schon abgedeckt.


7. Schritt: FBA Gebühren
Kommen wir nun zu den Amazon Gebühren: Die Verkaufsgebühren werden automatisch anhand deiner oben ausgewählten Verkaufskategorie berechnet.

Darunter folgen die Versandkosten. Hier solltest du ausschließlich über den bereitgestellten Link die Gebühren ermitteln, denn auf der offiziellen Webseite von Amazon stehen immer die aktuellen Kosten. Da sich die Versandgebühren ab und zu ändern können, empfehle ich dir, ausschließlich über diese Seite deine Versandkosten zu ermitteln.

Prüfe auch vor jeder Neubestellung diese Kosten erneut. Durch den Link kommst du zum Versandgebührenrechner von Amazon. Hier kannst du dich simpel durchklicken und anhand deiner oben eingetragenen Produktmaße ermitteln. Die berechnete Versandgebühr trägst du dann in die Zeile des FBA rechners ein. 

Die Lagergebühr wird ebenfalls automatisch berechnet. Hier wird sich an einem Durchschnitt von 2 Monaten orientiert. Länger sollte sich deine Ware nicht bei Amazon im Lager befinden, dann gehe lieber auf ein externes Lager über.

Eine genaue Beschreibung aller Gebühren, findet du im Artikel über die Amazon FBA Gebühren.


8. Schritt: Import
Anschließend folgt der Versand an Amazon. Wenn du deine Ware durch einen Logistiker importieren lässt, muss deine Ware auch noch von dem Logistiker zu Amazon geliefert werden.

Dafür kannst du simpel hochrechnen, dass für einen Karton in etwa 3-4 € anfallen und du so auf einen nicht allzu hohen Betrag kommen wirst. Dennoch nehme lieber alle Kostenpunkte auf, seien sie noch so gering. 

Die Posten der Rücksendungen und Entsorgungen sind hier ebenfalls automatisch übertragen worden. Diese sind von den FBA Gebühren  abhängig.


9. Schritt: Variable Kosten
Auf die Amazon Gebühren folgen die variablen Ausgaben. Angenommen, du hast noch Flyer produziert, die bereits in Deutschland sind und die logischerweise noch in dein Produkt müssen. Dafür können beispielsweise Umverpackungskosten von 0,5 € pro Einheit anfallen. Oder solltest du den Etikettierungsservice von Amazon nutzen, würden nochmal 0,15 € pro Einheit anfallen. Jedes Produkt ist unterschiedlich und mit diesen Feldern, kannst du wirklich alle variablen Kosten aufnehmen. 

Wichtiger Hinweis: Einmalige Kosten, wie Zertifikate, Markenanmeldung, Produktbilder, etc., werden nicht mit in die Margenberechnung aufgenommen. Die hier aufgezählten Ausgaben fallen auf Unternehmensebene an.

Wenn du beispielsweise einen Sourcing Agent nutzt, den du einmal beauftragst, um für dich einen passenden Supplier zu finden, dann kommt dieser nicht in den FBA Rechner rein. Wenn dein Sourcing Agent allerdings eine Provision pro verkaufte Einheit oder Bestellung hat, dann muss dieser natürlich mit in den Rechner aufgenommen werden. Es handelt sich dann ja immerhin um wiederkehrende Kosten, die produktspezifisch sind.


10. Schritt: Verkaufspreis
Somit kommen wir auch schon zum unteren Teil des FBA Rechners. Zunächst musst du den Verkaufspreis (Brutto) pro Einheit eintragen. Der Nettopreis wird automatisch kalkuliert. Überlege dir also genau, für wieviel du dein Produkt verkaufen möchtest. 

Tipp: Um den Verkaufspreis zu ermitteln, würde ich mich zunächst an der Konkurrenz orientieren. Sofort einen viel höheren Preis als die Konkurrenz anzusetzen, trotz deiner USPs, kann sich negativ auf die Conversion auswirken.

Wenn dein Produkt im Markt etabliert ist, deine Marke an Bekanntheit gewonnen hat und sich deine ausgezeichnete Qualität herumgesprochen hat, kannst du Preiserhöhungen immer mal wieder testen.

Einen viel geringeren Preis als die Konkurrenz würde ich auch nicht anbieten, da du sonst Gefahr läufst dich in eine Negativspirale einzufangen: Wenn jeder seine Preise kontinuierlich nach unten anpasst, bleibt kein Platz mehr für gute Gewinne…


Dann hast du auch schon alle Daten eingetragen, um eine korrekte Margenberechnung durchzuführen. Du bekommst deinen Return on Investment angezeigt und siehst genau, was du mit einer verkauften Einheit und insgesamt allen verkauften Einheiten verdienst. Darunter befindet sich deine Marge und die Auszahlung, die du von Amazon bekommst. 


Nutze das Dashboard des FBA Rechners effizient

Wenn du mit dem Anlegen deines ersten Produktes durch bist, dann kannst du anhand der weiteren Tabellenblätter verschiedene Produkte anlegen,  Szenarien durchspielen und auf dem Dashboard die unterschiedlichen Auswirkungen für ein Produkt auf einem Blick sehen. 

Beispielsweise kannst du verschiedene USPs oder unterschiedliche Angebote auf den anderen Tabellenblättern darstellen. Andersrum kannst du genauso gut auch drei unterschiedliche Produkte aufführen, um zu entscheiden, mit welchem Produkt du starten willst. Oder du führst verschiedene Angebote unterschiedlicher Supplier in den einzelnen Tabellenblättern auf. 

Spiele hier ruhig mit deinen Zahlen und werde somit möglichst schnell mit allen anfallenden Kosten vertraut. Je mehr du dich damit beschäftigst, desto eher verinnerlichst du auch die einzelnen Schritte und spätere Sourcingprozesse werden immer leichter für dich. 

Die Entscheidung für ein Produkt sollte immer anhand der angezeigten Marge fallen. Denn, wenn der FBA Rechner dir nun angibt, dass deine Marge groß genug ist, dann hast du das GO und solltest mit dem Sourcing fortfahren. 

Wenn du bereits einige Zeit in Recherche, Herstellerkommunikation etc. für ein bestimmtes Produkt investiert hast, dir aber der Rechnung eindeutig zeigt, dass du nicht einmal annähernd eine profitable Marge erreichtst, dann solltest du keine weitere Zeit in das Produkt investieren. Sieh es lieber als Learning an und zukünftig wirst du schneller alle wichtigen Kennzahlen haben, um bessere Entscheidungen treffen zu können. 


Wichtige Kennzahlen: Marge und ROI

Ab wann ist meine Marge profitabel?

Hier ist es ganz wichtig, dass deine Marge bei über 30 % liegt. Wenn du unter 30 % fällst, dann wird dir automatisch deine Marge rot angezeigt. Von daher ist es ganz wichtig, dass du über 30 % Marge bleibst, denn hier sind auch schon 5 % Puffer für Werbeausgaben einberechnest. 

Werbekosten kann man im Vorhinein nicht genau berechnen, weil du von Anfang an keine genaue Conversion Rate kennst und wir daher von einer Pauschale von 5 % ausgehen. 

Achte auch darauf, dass du bei der ersten Bestellung deiner Ware schon über den 30 % liegst. Denn wenn die erste Bestellung keinen Profit abwirft, kannst du womöglich auch nicht genug Kapital aufbringen, um eine höhere MOQ bei der zweiten Bestellung zu ordern. 

Gehe am Ende vor der ersten Bestellung auf jeden Fall deine genauen Daten noch einmal durch und überprüfe, ob du auch wirklich alle individuellen Kosten aufgenommen hast. 


Was sagt die Kennzahl ROI (Return On Investment) aus?

Der ROI zeigt dir den prozentualen Wert an, inwieweit sich deine Investition gelohnt hat. Um den ROI auszurechnen, teilst du deine Marge durch den Bezugspreis, also deine Investition, und multiplizierst das Ergebnis mal 100. Schon hast du deinen ROI!

Da Amazon FBA ein ziemlich cashflow-intensives Geschäftsmodell ist, streben wir immer einen ROI von mindestens 100% an. Das bedeutet, dass wir aus einem investierten Euro mindestens zwei Euro machen.

So können wir sicherstellen, dass wir genug Geld zur Verfügung haben frühzeitig nachzubestellen und in neue Produkte zu investieren.

Bei deiner ersten Order kann es sein, dass deine Kennzahlen noch nicht ganz so stark sind, wie gewünscht. Wichtig ist, dass du bei größeren Ordermengen Kosten sparen kannst. Hier profitierst du von den Skaleneffekten – Größere Ordermengen = günstigerer Einkaufspreis.

Vor jeder neuen Bestellung holen wir uns auch immer unterschiedliche Preise von Logistikern ein, um sicherzustellen, jedes Mal das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis auszuschöpfen.


Tipps um Kosten & Gebühren zu reduzieren

Hole dir auf jeden Fall zwei bis drei unterschiedliche Quotierungen von Logistikern ein. Vergleiche die Preise und spiele vor allem auch mit unterschiedlichen Incoterms, um ggfs. geringere Importkosten zu haben. 

Importiere deine erste Warenbestellung mit dem Schiff. Dadurch sparst du enorme Kosten und wirst den größten Hebel auf die Marge haben. Wenn du wirklich massiv über den 30 % Marge liegst, dann macht es schon Sinn, einen Teil der Ware mit dem Flugzeug zu importieren, weil du dir gute 2-3 Wochen Zeit sparst, die du früher verkaufen kannst. So kannst du früher deinen Return machen. 

Bei hohen Bestellmengen: Wenn du zudem die Möglichkeit hast, einen vollen Container bei Schiffladung zu verwenden, dann steigerst du nochmal enorm deine Marge. Das nennt sich abgekürzt auch FCL (full container load). Hier sparst du zudem noch Zeit, denn du musst nicht auf die Ware anderer Hersteller warten, mit denen du dir den Container teilst. Wenn du beispielsweise schon mehrere Produkte verkaufst, dann kannst du auch schauen, ob du deine Produkte nicht gleichzeitig produzieren lässt und in einem vollen Container importierst.

Frage beim Supplier und Logistiker immer die verschiedenen Preise für EXW und FOB an. Hier handelt es sich um zwei verschiedene Incoterms, die immer einen Preisunterschied mit sich ziehen..

  • EXW bedeutet ab Werk. Der Supplier produziert die Ware und dein Logistiker kümmert sich um die Abholung ab Fabrik und importiert deine Ware. Der Supplier übernimmt hier nur einen ganz geringen Teil.
  • Wohingegen bei FOB der Logistiker die Ware am Hafen im Produktionsland in Empfang nimmt und der Supplier dafür zuständig ist, die Ware bis zum Hafen zu transportieren. 

Höhere Marge durch Verhandeln während des Sourcings

Ein weiterer Hebel für deine Marge ist eine höhere Bestellmenge. Denn je mehr Ware du bestellst, desto geringer kann der Einkaufspreis pro Einheit ausfallen. Das Ganze ist natürlich nur geringfügig möglich, denn du willst auch nicht übertrieben viel bestellen. 

Warum nicht? Dein Ziel sollte es sein, lediglich 3-4 Monate Ware in stock zu haben. Andernfalls hast du Opportunitätskosten und du bindest zu viel Kapital an Ware, das du anders einsetzen könntest, wie beispielsweise in ein neues Produkt. Achte hier auf die Limitierungen. Wenn du zu Beginn lediglich 500 Einheiten bestellen kannst, weil der Einkaufspreis schon sehr hoch ist, dann frage ruhig mal an, was denn eine MOQ von 1000-3000 kosten würde. So bekommst du ein gutes Gefühl für Preisstaffelungen. 

Außerdem kannst du noch den Einkaufspreis verhandeln. Hier gibt es allerdings sehr viel, was du beachten und richtig machen musst. Denn ein geringerer EInkaufspreis bedeutet in der Regel eine schlechtere Qualität. 

Das könnte schlimme Auswirkungen auf die Zufriedenheit deiner Kunden nach sich ziehen. Probiere lieber folgendes:

Anstatt über den Preis kannst du mit deinem Hersteller wunderbar über andere Dinge verhandeln. Du kannst zum Beispiel eine hochwertigere Verpackung ins Spiel bringen, ohne dafür mehr zahlen zu müssen oder eine Einlegekarte in deiner Verpackung, für die dein Hersteller die Kosten übernimmt.

Bedenke allerdings auch, dass die chinesische Kultur erwartet, dass verhandelt wird. Wie du hier den Sweet Spot finden kannst und welche Verhaltensweisen ansonsten noch üblich sind, erfährst du hier. Egal, in welchem Bereich du als Unternehmer erfolgreich werden willst, dein Produkt sollte immer dein Kern-Asset sein und immer maximale Customer Experience liefern. 


So sparst du bei den Amazon FBA Gebühren

Lagere bei Übergröße nicht deine gesamte Ware bei Amazon. Sprich hier lieber mit deinem Logistiker, da wird es deutlich günstiger für dich als mit den Amazon Lagergebühren. Gleiches gilt übrigens auch für größere Bestellmengen. Überlege dir, ob du einen Teil der Ware in einem externen Lager zwischenlagern kannst. 

Letztlich hast du auch noch einen Hebel mit dem Rauf- oder Herabsetzen des Verkaufspreises. Gehe hier lieber nicht von Anfang an zu optimistisch ran. Du weißt es im Vorhinein nicht, deswegen solltest du realistisch die Sache angehen und lieber am Ende positiv überrascht werden. 

Verpackst du dein Produkt effizienter, kannst du übrigens auch in eine andere Versandkategorie rutschen und eine günstigere Versandgebühr bekommen. Da kann eine enorme Differenz entstehe.

Eine Empfehlung an dich: Probiere nicht von Anfang an jeden Margenhebel auf Teufel komm raus umzusetzen. Wenn du bereits über den 30 % bist, lohnt sich dann die investierte Zeit, um noch mehr Gewinn rauszuschlagen oder ist es auch damit schon getan und du sparst dir lieber die Zeit? 

Triff deine Entscheidung, drück den Button und GO. Bei den Folgebestellungen kannst du weiter optimieren. Verfange dich hier nicht im Perfektionismus. Das ist der größte Feind bei allen Sourcing Schritten. 


Fazit – Deine Learnings

Es gibt nur wenige Tools, die jeder Seller haben sollte, aber der Amazon FBA Rechner ist definitiv eines davon! Wenn du langfristig Erfolg als Amazon FBA Seller haben willst, dann solltest du von Anfang an auch deine Zahlen genauestens im Kopf haben. 

Bevor man ein solches Tool nutzt, ist es erstmal wichtig zu verstehen, welche Kosten überhaupt anfallen können und wie hoch diese sind – Genau das haben wir gemacht!

Mit diesem Wissen und der Hilfe des Amazon FBA Rechners, kannst du jetzt deine Marge ganz leicht berechnen. So bist du immer auf der sicheren Seite und weißt, ob du mit deinem Produkt deine persönlichen Ziele erreichen kannst!




FAQ – Häufig gestellte Fragen

• Was ist ein Amazon FBA Rechner?

Ein Amazon FBA Rechner ist eine Entscheidungshilfe für dich als FBA Seller. Der Rechner liefert dir eine präzise Kalkulation deiner Marge und hilft dir wirklich datenbasierte Entscheidungen treffen zu können. 

• Wieso ist eine präzise Produktkalkulation so wichtig?

Die exakten Kosten und anfallenden Gebühren für dein Produkt zu kennen, ist die Grundlage für deinen Erfolg auf Amazon. Hier sollte eine präzise Produktkalulation das Fundament für die Entscheidung sein, welches Produkt du auf Amazon verkauftst.

• Wie nutzt man einen FBA Rechner für die Produktkalkulation?

Um einen FBA Rechner richtig nutzen zu können, benötigst du gewisse Kennwerte, wie bspw. deinen Bezugspreis, produktspezifische Daten (Maße, Gewicht), Importkosten, etc. Die einzelnen Werte werden in vorgesehene Tabellenspalten eingetragen und du erhältst eine exakte Antwort auf die Profitabilität deines Produktes.