Amazon FBA: In 5 Schritten dein perfektes Listing erstellen

Du hast dein Produkt gefunden und deine USPs ausgearbeitet? Super! Dann geht es jetzt darum dein Produkt hervorragend auf Amazon zu vermarkten. An dieser Stelle kommt das Listing ins Spiel. Dieses muss wirklich von oben bis unten spitze sein, damit deine Kunden dafür brennen, dein Produkt zu kaufen.

Doch was ist das Listing überhaupt und was gehört dazu? Das werden wir uns gleich genau anschauen. Zudem erkläre ich dir welche generelle Vorgaben du  beachten musst, wie zum Beispiel die Byte-Längen für den Titel oder die Bullet Points. Wir klären auch die Frage, ob einige Elemente vielleicht wichtiger als andere sind, um erfolgreich auf Amazon zu ranken.

Ich zeige dir, wie du in 5 Schritten dein perfektes Listing erstellst, bei dem deine Kunde gar nicht anders können, als dein Produkt zu kaufen! Zusätzlich habe ich auch wieder den ein oder anderen Geheim-Tipp und Beispiele für dich parat, damit du dich noch stärker von deiner Konkurrenz absetzen kannst.

Was ist ein Listing & was gehört dazu?

Dein Listing besteht letztendlich aus den Elementen, die dein Kunde sieht, wenn er auf dein Produkt klickt. Es gibt einige wichtige Bereiche, die alle ein wichtiges Puzzleteil darstellen, um deinem Kunden das bestmögliche Kauferlebnis zu bieten.

Dazu gehören:

  • Die Bilder
  • Der Titel
  • Die Bullet Points
  • Die Beschreibung
  • Die Bewertungen
  • (Die Backend Keywords)

Bestimmt hast du von allem schonmal gehört und alles schonmal gesehen. Wir schauen uns gleich im Detail an, wie du jeden einzelnen Punkt so optimierst, damit deine Kunden bei dir auch wirklich in Kauflaune kommen.

Warum aber habe ich die Backend Keywords in Klammern geschrieben? Deine Kunde sieht sie nicht, weil du sie lediglich im Sellercentral einpflegst. Sie haben aber, zusammen mit den Keywords im Titel, die höchste Relevanz für die Sichtbarkeit deiner wichtigsten Suchbegriffe. Daher haben sie natürlich auch einen extrem hohen Einfluss, um im Ranking weiter zu steigen.

Grundlage für passende Backend Keywords ist eine ausführliche Keywordrecherche. Aber nicht nur dafür ist sie so wichtig, sondern auch, um herauszufinden, welche Keywords du im Titel, den Bullet Points und in der Beschreibung unterbringen solltest. Du merkst, eine detaillierte und genaue Keywordrecherche ist entscheidend für die Erstellung deines Listings!

Warum ist ein gutes Listing so wichtig? 

Amazons interne Suchmaschine A9 bestimmt darüber, welche Produkte den Kunden als erstes angezeigt werden. Der Algorithmus sammelt jeden Tag Millionen von Daten, um den Käufern die bestmöglichen Suchergebnisse zu liefern.

Es wurde lange diskutiert, welche Faktoren wirklich relevant für die Suchmaschine sind. Letztendlich kommt es hauptsächlich auf die Sales an. Verkauft sich ein Produkt 20 mal am Tag wird es weiter oben gerankt, als eines, das sich nur 5 mal am Tag verkauft.

Aber warum ist ein gutes Listing dann überhaupt so wichtig? Reicht es nicht künstlich eine Zeit lang die Sales zu pushen, und dann bleibe ich oben im Ranking bestehen? Nein! Wenn du dann nur noch auf organische Verkäufe setzt, werden deine Sales dramatisch einbrechen.

Ohne ansprechende Bilder und überzeugende Verkaufstexte werden deine Kunden keinen Grund haben sich für dein Produkt zu entscheiden. Vielleicht verkaufst du für einen kurzen Moment ganz gut, aber du lässt von Anfang an jede Menge Potenzial liegen und wirst immer weiter im Ranking abrutschen.

Die Keywords, die du im Titel oder im Backend einbaust, sind wichtig, damit der Algorithmus dich für die relevanten Suchbegriffe indexiert. Deine Bilder, Bullet Points & Co. haben zwar keine direkte Relevanz auf das Ranking, aber sorgen dafür, dass deine Kunden auf dich aufmerksam werden.

Sind deine Bilder schlecht, der Titel nicht ansprechend formuliert und geht aus deinem Listing kein Benefit für deinen Kunden hervor, wird keiner auf dein Listing klicken, geschweige denn dein Produkt kaufen. Und wenn du nicht gut verkaufst, wird der Algorithmus dich als kleinen, unwichtigen Seller abstempeln.

Jetzt schließt sich der Kreis, warum ein überragendes Listing absolut notwendig ist, damit du deine Kunden dazu bewegst den Bestell-Button zu drücken!

Es kommt also auf die perfekte Mischung zwischen der Einbettung relevanter Keywords und der Formulierung kunden-orientierter Texte an, um sehr gut zu verkaufen und dich langfristig weit oben auf der ersten Seite zu positionieren.

Welche Amazon Regeln gilt es zu beachten?

Damit Amazon seinen Kunden die verschiedenen Angebote möglichst objektiv anbieten kann, gibt es einige Vorgaben, an die sich jeder Seller halten muss.

Für das Listing gelten hier besonders die Regeln für die Länge der einzelnen Elemente. Da wir es uns mit Amazon nicht verscherzen wollen, gilt es auch hier aufzupassen.

Früher wurden die Angaben nach der Anzahl der Zeichen bemessen. Jetzt ist hauptsächlich die Anzahl der Bytes relevant. Bytes unterscheiden sich zum Beispiel insofern von den Zeichen, dass der Buchstabe „ü“ als nur ein Zeichen gemessen wird, aber zwei Bytes ergibt.

Generell gilt folgendes:

  • Titel: 200 Bytes, inklusive Leerzeichen
  • Bullet Points: 1000 Bytes insgesamt, inklusive Leerzeichen
  • Allgemeine Schlüsselwörter im Backend: 250 Bytes, inklusive Leerzeichen
  • Beschreibung: Hier kannst du bis zu 2000 Zeichen nutzen.

An diese Vorgaben kannst du dich erst einmal halten. Trotzdem kann es in jeder Kategorie noch einmal Unterschiede geben. Daher empfehle ich dir, dass du dir auf jeden Fall vorher die Amazon Styleguides zu deiner Produktkategorie durchliest!

Mein Geheimtipp: Nutze einen Zeichen- und Bytezähler, um zu überprüfen, ob du dich in den gesetzten Grenzen von Amazon befindest. Solltest du diese Überschreiten, kann es sein, dass Amazon deine Texte und somit deine Keywords nicht indexiert.

In 5 Schritten zum perfekten Amazon Listing: 

Wir gehen jetzt gemeinsam jeden einzelnen Bestandteil eines Listings durch. Ich erkläre dir, welche Elemente die wichtigsten sind und worauf du jeweils achten solltest.

Mit den Tipps, die ich dir gleich geben werde, erhältst du die perfekte Mischung aus verkaufspsychologischen Aspekten und der Einarbeitung relevanter Keywords.

Um den Ablauf bestmöglich zu erklären, gehen wir die einzelnen Bestandteile des Listings in der Reihenfolge durch, wie deine Kunde sie sehen, sobald sie einmal auf dein Produkt geklickt haben.

1. Die Produktfotos

Es wurden schon mehrere Tests gemacht, bei denen geprüft wurde, was sich der Kunde als Erstes ansieht, wenn er auf eine Produktseite klickt: es sind die Bilder.

Sind diese nicht überzeugend, schaut er sich den Rest meistens gar nicht erst an. Das heißt, gute Produktfotos gehören mit zu den wichtigsten Bestandteilen, um dein Produkt erfolgreich zu bewerben!

Hier lohnt es sich wirklich, auch am Anfang, in einen sehr guten Produktfotografen zu investieren. Im besten Fall kennt er sich auch mit den Amazon-Richtlinien für Produktfotos aus, wie zum Beispiel, dass das Titelbild zu 80% mit dem Produkt bedeckt sein und der Hintergrund weiß sein muss. Auch wichtig ist, dass die Bilder herausgestellt sind, damit deine Kunden die Zoom-Ansicht nutzen können.

Nutze die Anzahl der Bilder, die Amazon dir zur Verfügung stellt, unbedingt aus. Mit jedem einzelnen Bild hast du die Chance deinen Kunden ein Stück mehr zu überzeugen.

Deine Bilder, sollten im besten Fall, eine Art Geschichte erzählen und einen roten Faden haben. Am besten stimmst du die Fotos mit den Benefits deiner Bullet Points ab. So erstreckt sich der rote Faden nicht nur über die einzelnen Fotos, sondern über das gesamte Listing.

2. Der Titel

Beim Titel gilt es, genau wie in den restlichen Verkaufstexten, die richtige Mischung zwischen den wichtigsten Keywords und deinen Benefits zu finden.

Bei mir hat sich herausgestellt, dass es wichtiger ist eine gute Lesbarkeit zu garantieren, anstatt innerhalb der erlaubten 200 Bytes so viele Keywords wie möglich reinzudrücken.

Ich würde dir empfehlen, 3-4 deiner wichtigsten Keywords miteinzubringen. Diese sollten aber nicht nur lieblos aneinandergereiht werden, sondern jeweils mit einem deiner USPs verbunden sein.

Verschenkst du zu deinem Produkt beispielsweise ein Goodie, würde ich das an dieser Stelle direkt schon erwähnen.

Trenne deine einzelnen Benefits am besten durch Stichpunkte, um auch hier wieder den Lesefluss zu verbessern.

Eine letzte Sache, an die du dich noch halten solltest: Es ist mittlerweile Pflicht deinen Markennamen direkt am Anfang zu nennen. Das nimmt dir vielleicht etwas Platz ein weiteres Keyword zu platzieren, kann aber für größere Markenbekanntheit sorgen.

3. Die Bewertungen

Auf die Bewertungen hast du natürlich aktiv keinen Einfluss. Trotzdem achten die Kunden beim Vergleich mehrerer Produkte sehr stark auf die Menge der Rezensionen und die Anzahl der vergebenen Sterne.

Es ist aber nicht mehr so, dass du Produkte einfach verschenken oder extrem vergünstigt verkaufen kannst, um im Gegenzug Bewertungen zu bekommen. Diese extrem vergünstigten Produkte gelten nicht als verifizierter Kauf und es kommt immer öfter vor, dass Amazon Bewertungen von solchen Käufen löscht.

Generell gilt: Je besser die Qualität deines Produktes ist und je mehr Sales du generierst, desto mehr ehrliche und gute Bewertungen wirst du im Laufe der Zeit erhalten.

4. Die Bullet Points

Hier hast du 5 Stichpunkte zur Verfügung, um deine Kunden weiter von dir zu überzeugen. Für all deine Verkaufstexte ist es wichtig, dass du dir vorher intensiv Gedanken zu deiner Zielgruppe machst. Nur so kannst du wirklich gute Argumente formulieren, die deine Kunden emotional ansprechen.

Gestalte deine Texte so lebhaft wie möglich: Benutze ab und an Metaphern, viele Adjektive und kurze Sätze. So reißt du deine Kunden mit, ohne sie mit umständlichen Formulierungen abzuschrecken.

Zusätzlich funktioniert es bei mir sehr gut, wenn ich meine Bullet Points mit einem großgeschriebenem Benefit beginne. Ich achte auch noch darauf, dass sie ungefähr gleich lang sind, da so das Gesamtbild für den Kunden noch schöner ist. Beende den letzten Satz eines Bullet Points immer mit einem Ausrufezeichen. Das wirkt auf den Kunden noch motivierender!

Hier empfehle ich dir pro Bullet Point 1-2 deiner Fokus-Keywords miteinzubringen. Diese kannst du auch wieder wunderbar mit deinen Vorteilen kombinieren. Die USPs solltest du über die einzelnen Stichpunkte verteilen, damit jeder zu einem weiteren Grund wird, sich für dein Produkt zu entscheiden.

Fokussiere dich darauf wirklich die Benefits deines Produktes zu nennen. Viele Seller achten nur darauf technische Daten oder Fakten zu nennen. Klar sind die wichtig, aber viel wichtiger ist, was der Kunde davon hat.

Hierzu ein Beispiel: Du bringst eine Schneeschippe auf den Markt, die unter anderem breiter ist als die der Konkurrenz. Dann wäre es nicht sinnvoll den Bullet Point folgendermaßen zu starten: „Schneeschippe mit einer Breite von 58,4cm“.

Vermittle dem Kunden lieber, was er davon hat: „Erspart dir Zeit & Arbeit – Unsere Schneeschippe ist 15cm breiter als herkömmliche Schippen. So bist du 3x schneller fertig und kannst dich wieder den angenehmen Dingen des Winters widmen!“

Jetzt hast du alles vereint: Dein Kunde hat einen großen Vorteil durch deine Schippe, weil die lästige Kehr-Arbeit verkürzt wird. Zusätzlich erwähnst du auch, welches deiner Features diesen Vorteil ermöglicht.

In manchen Nischen funktioniert es auch gut, Emojis zu Beginn deiner Stichpunkte zu verwenden, ähnlich wie es diese Seller machen:

Amazon FBA Listing erstellen Bullet Points 1

Amazon FBA Listing erstellen Bullet Points 2

Beim letzten Bullet Point möchte ich dir noch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten mit an die Hand geben:

Zum einen mögen es die Kunden, wenn du eine Art Garantie gibst. Hier musst du allerdings aufpassen, dass du sie aber nicht bei Ihrem Namen nennst, weil du offiziell keine vergeben darfst. Überlege dir, wie du dieses Angebot passend umschreiben kannst.

Andererseits kannst du hier auch auf eine besondere Aktion aufmerksam machen, wie zum Beispiel 10% Rabatt beim Kauf von zwei deiner Produkte.

Ebenfalls würde ich den letzten Bullet Point mit einem Call-to-Action abschließen, also einer freundliche Aufforderung dein Produkt jetzt in den Warenkorb zu legen. Wenn deine Argumente vorher überzeugend waren, wird es deinen Kunden den letzten Ruck geben, sich für dein Produkt zu entscheiden.

5. Die Beschreibung

Der Beschreibung wird insgesamt am wenigsten Achtung geschenkt. Aber trotzdem gibt sie uns eine weitere Möglichkeit unser Listing weiter zu optimieren.

Auch hier haben sich bei mir in den letzten Jahren einige Strategien bewährt: Starte mit deinem Slogan oder einem Spruch, der deine Kunden zum Weiterlesen anregt.

Was dann sehr gut funktioniert, ist ein bestimmtes Problem oder Wunsch-Szenario darzustellen. Hier versuchst du wirklich, deinen Kunden noch einmal emotional zu erreichen. Vielleicht erschaffst du sogar ein Problem, dessen er sich vorher gar nicht so richtig bewusst war.

Wenn er wirklich gefangen ist in deiner Problem-Darstellung, präsentierst du ihm dein Produkt als die eine Lösung. Er kann damit das Problem beseitigen und sich seine Wünsche erfüllen.

Danach kannst du nochmal kurz und knapp, ähnlich wie bei den Bullet Points, deine Features und Benefits nennen, um deine Beschreibung letztendlich mit einem gut begründetem Call-to-Action zu beenden.

Mein Geheimtipp: Führe so früh wie möglich die Amazon Brand Registry durch. So kannst du direkt Enhanced-Brand-Content schalten. Dieser wird dann sozusagen über die Beschreibung gelegt.

Einerseits ist EBC für den Kunden nochmal um einiges attraktiver, weil du hier verschiedene Bilder und Textblöcke einbinden kannst. Zum anderen kannst du die eigentliche Beschreibung mit jeder Menge relevanter Keywords füllen, da der Kunde sie nicht mehr sieht. Der EBC-Content kann dich auch nochmal ein bisschen mehr von deiner Konkurrenz absetzen.

Fazit

Nach Lesen dieses Artikels hast du die besten Tipps an der Hand, um dein perfektes Amazon Listing zu erstellen. Jetzt ist es an dir die einzelnen Schritte umzusetzen.

Probiere aus, was für dein Produkt und deine Zielgruppe am besten funktioniert. Gib hier wirklich alles, denn wir haben uns angesehen, warum das Listing so eine große Bedeutung hat.

Halte dich an die Amazon Richtlinien, bringe die wichtigsten Keywords ein und versuche deinen Kunden, über alle Elemente verteilt, das bestmögliche Erlebnis zu bieten.

Dann wird es dir gelingen ein herausragendes Listing zu kreieren.

Beste Grüße
Lukas