Amazon Daten und Fakten – Das solltest du über den Onlineriesen wissen!

Seit der Gründung von Amazon im Jahr 1994 ist das Unternehmen mittlerweile zu einem der weltweit wertvollsten Unternehmen aufgestiegen.

Doch woher kommt der Name Amazon überhaupt? Wie viele Kunden hat Amazon in Deutschland, wie viele Produkte gibt es und wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen alleine in Deutschland?

Was hat es mit den Amazon Leadership Principles und dem Amazon Flywheel auf sich? Egal, ob Kunde oder FBA Seller: diese Amazon Daten und Fakten solltest du unbedingt kennen!


1. Der Start

Heute verkauft Amazon nahezu jedes Produkt aus allen möglichen Produktkategorien. Doch zu Beginn war die Vision eine andere: Das Unternehmen hatte sich zunächst nur auf den Online-Buchhandel spezialisiert.

Amazon verkaufte sein erstes Buch am 03. April 1995: „Fluid Concepts and Creative Analogies“ von Doug Hofstadte.

Amazon Daten und Fakten

Nachdem dieser Markt dominiert wurde, hat Amazon Schritt für Schritt in verschiedene Kategorien und Länder expandiert. Amazon war und ist so investment-fokussiert, dass es erst im Jahr 2001, die ersten Gewinne erwirtschaftet hat. Doch seitdem hat sich das Blatt gewendet und die Firma ist zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen!


2. Der Firmen-Name

Amazon war damals nicht die erste Wahl des Gründers Jeff Bezos. Ursprünglich hieß das Unternehmen Cadabra Inc. in Anlehnung an den Zauberspruch „abracadabra“, um zu zeigen wie magisch Online Shopping ist.

Nachdem der Name aber von einigen falsch verstanden wurde und „cadaver“ gesagt wurde (deutsch: Leiche), wurde entschieden den Namen zu ändern. Verschiedenste Namen wie relentless.com, browse.com oder awake.com standen zur Auswahl.

Jeff Bezos war von den Namen so begeistert, dass er die entsprechenden Domains sofort kaufte. Wenn du jetzt auf die drei Links klickst, wirst du direkt zu amazon.com weitergeleitet. Probiere es mal aus!

Letztendlich wurde der Name Amazon aus zwei Gründen gewählt: Zum einen beginnt er mit einem A. Früher haben Suchmaschinen ihre Ergebnisse in alphabetischer Reihenfolge ausgespielt. Daher war es ein Vorteil, einen Namen zu haben, der mit dem ersten Buchstaben des Alphabets beginnt.

Zum anderen ist der Name an den Fluss Amazonas angelehnt, den größten Fluss der Welt. Das sollte zeigen, wie groß und stark das Unternehmen eines Tages sein wird. Daran hat sich das Unternehmen auch bei seinem ersten Logo orientiert:

Amazon Daten und Fakten 2

3. Das Logo

Im Gegensatz zu früher, sieht das Amazon Logo heute ganz anders aus. Jeder kennt es: Unter dem ausgeschriebenen Namen befindet sich der orangene Pfeil, der sich von a bis z erstreckt.

Was hat der Pfeil eigentlich für eine Bedeutung? Er symbolisiert das riesige Produktportfolio des Unternehmens. Amazon möchte jedes Produkt anbieten, von A bis Z, um seinen Kunden das rundum bestmögliche Kauferlebnis zu bieten.


4. Daten und Fakten zu Amazon Deutschland

Nachdem Amazon den amerikanischen Markt dominierte, stand die Expansion an! Mittlerweile ist der Online-Marktplatz in 13 Ländern vertreten, unter anderem in China, Indien oder Australien.

In Deutschland werden die verschiedenen Pakete auf 13 verschiedene Logistikzentren verteilt und weitere sind in Planung. Wen einen Besuch in einem Fulfillment Lager interessiert, kann sich hier eintragen.

Allein in Deutschland sorgen 18.000 Mitarbeiter dafür, dass die über 44 Millionen Kunden täglich aus über 237 Millionen Produkten wählen können.

Über 17 Millionen deutsche Kunden profitieren vom Prime-Versand, mit dem eine Lieferung in 1 – 2 Tagen problemlos möglich ist.

Durch Amazons einzigartigen Service ist auch sein enormer Wachstum zu erklären: Im Jahr 2010 betrug der Umsatz noch 5,33 Milliarden US Dollar. 2018 war er, mit knapp 20 Milliarden US Dollar, fast 4 mal so hoch.

In letzter Zeit wurde die Kritik von anderen Online- und Offline-Marktplätzen immer größer, denn Amazon gewinnt in Deutschland immer mehr Macht! Schon im Jahr 2017 verbuchte Amazon einen Umsatzanteil von 21% am gesamten Online-Handel.

Das große Angebot sorgt dafür, dass Amazon Kunden durchschnittlich 41 mal pro Jahr auf dem Online-Marktplatz zugreifen. Zwischen den Jahren 2013 und 2017 hat sich diese Zahl sogar verdoppelt!

Gerade vor Weihnachten oder Events, wie dem Primeday, schießen die Verkaufszahlen für Amazon Seller noch einmal besonders durch die Decke.  Am Primeday 2018 erwirtschaftete Amazon den größten Tagesumsatz seiner Unternehmensgeschichte!

Für FBA Seller ist dieses große Wachstum natürlich extrem lukrativ. Wenn mehr Kunden hinzukommen und immer mehr bestellen, steigt die Nachfrage in jeder Kategorie. Verkäufer profitieren von einem höheren Absatz – und Kunden von einer größeren Auswahl!


5. Pläne für Amazon Deutschland

Um Amazons Kerngeschäft weiter auszubauen arbeitet das Unternehmen an der Eröffnung weiterer Logistikzentren, die neben weiteren Service- und Verkaufszentren, noch mehr Produkte einlagern und die steigende Kundenanzahl bedienen können.

Doch neben dem Online-Handel will Amazon immer mehr in das Offline-Geschäft einsteigen. Ein neues Projekt ist „Amazon Fresh“, mit dem Amazon Lebensmittel in München, Berlin und Hamburg ausliefert. Hier ist der Erfolg zwar noch etwas moderater, dennoch ist die Expansion in weitere Städte geplant.

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Zusätzlich hat das Unternehmen mit „Amazon Go“ in den USA seine ersten Supermärkte eröffnet. Dabei handelt es sich aber nicht um normale Supermärkte, sondern um Läden, in denen keine Kassierer nötig sind. Kunden nehmen sich die Produkte ihrer Wahl, können es direkt einpacken und bekommen online ihre Rechnung übermittelt.

Amazon Deutschlandchef Ralf Kleber ist der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis solche und ähnliche Geschäftsmodelle nach Deutschland kommen.

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6. Der Mann hinter dem Erfolg

Neben Daten und Fakten zu Amazon sind ein paar Informationen zum Gründer mindestens genauso interessant. Jeff Bezos hat es durch klare Prinzipien und ein einzigartiges Flying Wheel geschafft, ein Unternehmen aufzubauen, das Millionen von Menschen einen Mehrwert bietet. Dazu gleich mehr!

Seit der Gründung von Amazon in einer einfachen Garage ist er heute zum reichsten Mann der Welt aufgestiegen. Sein Führungsstil wird von einigen kritisiert, von vielen wiederum sehr geschätzt.

Zitate aus Mitarbeitergesprächen wie: „Are you lazy or just incompetent?”,„I’m sorry, did I take my stupid pills today?” oder „Why are you wasting my life?“ sind mittlerweile legendär.

Wer mehr zu Jeff Bezos und dem überragendem Aufstieg seines Unternehmens erfahren möchte, sollte sich unbedingt seine Biografie durchlesen!

Unter dem Motto „Launch. Land. Repeat.“ ist Jeff Bezos auch Gründer des Raumfahrtunternehmens Blue Origin. Mit wiederverwendbaren Raketen ist es das Ziel, Menschen Arbeit und Leben im Weltall dauerhaft zu ermöglichen!

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7. Das Amazon Flywheel

Amazons extremes Wachstum in den letzten Jahren liegt vor allem daran, dass das Unternehmen es geschafft haben, ein Flywheel zu kreieren, das sie immer weiter in eine Aufwärtsspirale befördert. Dieses sieht folgendermaßen aus:

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Das Bild ist so simpel, dass es fast schon selbsterklärend ist: Wenn mehr Händler auf Amazon verkaufen, erhöht sich die Auswahl auf dem Online-Marktplatz. Durch die höhere Auswahl wird das Kundenerlebnis gesteigert, und dadurch erhöht sich wiederum Amazons Besucherzahl.

Händler merken, dass sie möglichst viele Kunden über Amazon erreichen können und starten dort mit dem Verkauf. Dieser Prozess wiederholt sich wieder und wieder.

Durch das große Wachstum profitiert Amazon von extremen Skaleneffekten und kann so die Preise senken. Auch das führt wieder zu glücklicheren kauffreudigen Kunden.

Bei den meisten Unternehmen wird während der Skalierung das Kundenerlebnis schlechter. Bei Amazon ist es genau andersherum: mit jedem neuen Kunden steigert sich langfristig die Customer Experience!


8. Die Amazon Leadership Principles

Um ein solches System aufzubauen und über Jahre hinweg zu optimieren braucht man ein felsenfestes Fundament. Im Fall von Amazon sind das die Amazon Leadership Principles!

Jeff Bezos, die Führungskräfte und alle andere Amazonians treffen Tag für Tag ihre Entscheidungen, basierend auf den folgenden Prinzipien:

  • Customer Obsession
  • Ownership
  • Invent and Simplify
  • Are right, A Lot
  • Learn and Be Curious
  • Hire and Develop the Best
  • Insist on the Highest Standards
  • Think Big
  • Bias for Action
  • Frugality
  • Earn Trust
  • Dive Deep
  • Have Backbone; Disagree and Commit
  • Deliver Results

Hier findest du die einzelnen Principles noch genauer erklärt! Nimm dir Zeit, sie in Ruhe durchzulesen. Immerhin ist auf diesem Fundament das Amazon-Imperium aufgebaut worden…

Noch ein letzter Tipp: Einmal jährlich veröffentlicht Jeff Bezos einen Shareholder Letter an alle Anteilseigner des Unternehmens. Hier kannst du extrem genau sehen, wie sehr Amazon Jahr für Jahr an seinen Principles festhält.

Gerade als Unternehmer kannst du von diesen Briefen unfassbar viel lernen! In dieser PDF-Datei sind alle Briefe von 1997 bis 2016 zusammengefügt – Diese Seiten sind besser als so manches Buch!

Neben klaren Daten zu Amazon und der Entwicklung in Deutschland habe ich dir noch ein paar Fakten an die Hand gegeben, die dich noch etwas tiefer in die Materie eintauchen lassen.

Ich denke, dass du für dich und dein Unternehmen daraus sehr viel mitnehmen kannst. Ein Zitat von Jeff Bezos solltest du dabei immer im Hinterkopf behalten: „It’s all about the longterm!“

Beste Grüße
Lukas