Affiliate Marketing: Wie man mit Produktempfehlungen Geld verdient!

Affiliate Marketing ist seit jeher eine beliebte Methode bei Unternehmen, um Neukunden zu gewinnen. Gleichzeitig hat man heute alle Möglichkeiten damit online Geld zu verdienen.

Allgemein
20 Minuten Lesezeit

Affiliate-Marketing ist heute überall zu finden und längst eine etablierte Marketinglösung. Ob Produktempfehlungen von Influencern oder Affiliate Links von Amazon, jeder ist bestimmt schon mal damit in Berührung gekommen. Heutzutage bietet das Vertriebsmodell aber auch etliche Wege, um damit selbst online Geld zu verdienen. Warum Affiliate-Marketing so gut funktioniert, ist relativ einfach zu erklären.

Sicherlich hat jeder schon mal einem Freund oder einer Freundin ein Produkt oder ein anderes Angebot empfohlen, mit welchem man selbst sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Wenn einem diese Person vertraut, wird sie sich das Angebot sicher näher anschauen und evtl. auch kaufen. Genau deswegen sind Empfehlungen so wichtig für Unternehmen!

Natürlich bringt es dem Unternehmen zunächst nicht so viel Umsatz, wenn man einem Freund einmal ein Produkt empfiehlt. Wenn dieser das Produkt aber ebenfalls weiterempfiehlt und dessen Freunde auch, löst das eine Kettenreaktion aus, die dem Unternehmen viele neue Kunden bringt, ohne dabei hohe Werbeausgaben zu haben.  

Und weil Empfehlungen so wichtig sind, bezahlen viele Unternehmen Geld für eine erfolgreiche Kundenvermittlung. Das Geschäftsmodell dahinter nennt sich Affiliate-Marketing. Aber wie funktioniert das genau? 

Das Internet hat es möglich gemacht, fast völlig automatisiert diese Affiliate Geschäfte abzuwickeln. Heute ist es möglich, mit etwas Vorarbeit nahezu passiv online Geld mit Affiliate-Marketing zu verdienen.

Das Prinzip dahinter funktioniert ganz simpel: Personen mit Reichweite oder Erfahrung im Bereich Online-Marketing suchen sich bestimmte Produkte von einem Affiliate Marktplatz aus. Diese werden dann der eigenen Community über die Website, Werbeanzeigen oder Social Media empfohlen. Für jede erfolgreiche Vermittlung an einen Kunden bekommt man eine Provision, also einen Anteil von dem erwirtschafteten Umsatz. Das bedeutet, je mehr Reichweiteman hat, desto mehr Geld kann manverdienen. 

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Als Affiliate, also derjenige, der die Produkte empfiehlt, sucht man sich ein ansprechendes Produkt über einen Affiliate Marktplatz. Das sind große Marktplätze, auf denen Unternehmen ihre Produkte bereitstellen. Welche Anbieter es hier gibt, wird etwas später behandelt. Wenn man eine größere Reichweite mit einem Blog oder auf Social Media hat, kommen diese Firmen auch ganz alleine auf einen zu und fragen nach einer Kooperation.

Was ist Affiliate Marketing

Was ist ein Affiliate Link?

Online funktioniert das tracken, also das Nachverfolgen einer erfolgreichen Vermittlung, über Affiliate-Links oder Codes. Ein Affiliate Link ist ein individuell auf den Affiliate zugeschnittener Link, mit welchem zurückverfolgt werden kann, wie viele Bestellungen durch die Empfehlung entstanden sind. Ein Affiliate Link settz sich meistens aus dem Link zum Produkt plus der Affiliate ID zusammen. In der Regel werden diese Links automatisch über die Affiliate Plattform bereitgestellt.z.B. www.marke.com/product-AFFILIATE-ID

Nachdem man sich auf einem Marktplatz registriert hat, kann man für jedes Produkt einen Affiliate Link generieren und erhält für jeden Verkauf über diesen Link eine Provision, die von Anbieter und Produkt abhängt. Bei digitalen Produkten liegt die Provision häufig bei bis zu 50 % des Verkaufspreises. Bei physischen Produkten, wie z.B. auf Amazon, fällt diese deutlich geringer aus. Diese Provision wird direkt dem Konto des Affiliates zugeschrieben und ab einem bestimmten Betrag automatisch ausgezahlt. 

Bestimmt hat jeder schon mal eine Aktion gesehen, bei der es hieß “und trage am Ende beim Check-out meinen Code XYZ ein, um z.B. 10 % Rabatt zu bekommen”. Dieser Code dient in der Regel nicht nur für die Vergünstigung, sondern auch für das Tracking einer erfolgreichen Vermittlung. Das ist ein beliebter Weg gerade bei Influencern, um mit Affiliate-Marketing Geld zu verdienen. Dabei profitieren alle Seiten: Der Influencer bekommt eine Provision, der Kunde einen Rabatt und das Unternehmen verkauft seine Produkte. 

Klingt erstmal super! Man muss nur einen Link bereitstellen, ein bisschen Werbung machen und schon generiert man automatisch Geld. Doch so einfach ist das ganze nicht. Schließlich braucht man erstmal Personen, die diesen Link überhaupt sehen und dann im besten Fall auch noch klicken und das Produkt kaufen. Die Grundpfeiler, also die wichtigsten Aufgaben in einem erfolgreichen Affiliate-Business sind also:

  • Impressionen (Sichtbarkeit) 
  • Traffic (Klicks bzw. Besucher) 
  • Conversion (Käufe) 

Wer sich für Online Marketing interessiert und gerne online Geld verdienen möchte, der sollte auf jeden Fall weiterlesen. In diesem Artikel geht es um sowohl um die die Basics von erfolgreichem Affiliate-Marketing, als auch Tipps zur konkreten Umsetzung..

Vorteile von Affiliate-Marketing 

Der wahrscheinlich größte Vorteil von Affiliate-Marketing ist, dass man auch nebenberuflich, mit geringem Startkapital und wenig Zeitaufwand anfangen kann. Natürlich generiert man nicht von heute auf morgen konstante Einnahmen, das dauert seine Zeit.

Man muss sich bewusst machen, dass es hauptsächlich um Reichweite geht. Man braucht also Personen, die auf die Empfehlung hören bzw. einem vertrauen. Das geht zum einen mit gezielter Online-Werbung, aber auch über YouTube, Instagram oder einen Blog. Mehr dazu später. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass man das Geld sicher ausgezahlt bekommt, und zwar komplett automatisiert. Sobald ein Kunde über den Link kauft, wird dem Konto ein bestimmter Betrag zugewiesen. 

Aber auch für Produktanbieter ist Affiliate-Marketing wichtig. Denn Affiliate-Marketing ist nichts weiter, als eine weitere Vertriebsmöglichkeit. Wenn man ein gutes Produkt mit angemessener Affiliate Provision anbietet, werden viele Menschen das Produkt weiterempfehlen und man muss nur bei einem erfolgreichen Verkauf einen bestimmten Prozentsatz zahlen. 

Das ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Der Affiliate-Marketer erhält Provision, wenn er seine Arbeit gut macht, der Anbieter des Produktes macht mehr Umsatz und der Käufer hat ein gutes Produkt gekauft, welches er vielleicht nochmal weiterempfiehlt. 

Ist Affiliate-Marketing seriös? 

Affiliate-Marketing wird wie viele andere Online-Marketingmöglichkeiten häufig in einem eher schlechten Licht dargestellt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Affiliate-Marketing von vielen Personen als eine Methode schnell reich zu werden dargestellt wird. Es wird versucht mit allen Möglichkeiten Traffic über einen Affiliate Link zu schicken, ohne dabei Wert auf die Qualität der Inhalte oder einen echten Benefit für alle Seite zu legen. Diese Sichtweise ist extrem kurzfristig und sicherlich nicht der richtige Weg, um mit Affiliate-Marketing erfolgreich zu werden. 

Dabei ist Affiliate-Marketing nichts anderes, als eine völlig legitime Vertriebsmöglichkeit, die von vielen und großen Unternehmen angewendet wird. Selbst Amazon, Europas größter Online-Marktplatz bietet ein eigenes Affiliate-Netzwerk an, über welches Produkte für eine Provision empfohlen werden können. Neben Amazon FBA bietet das Amazon Affiliate Programm eine interessante Möglichkeit, Geld mit Amazon zu verdienen. Denn über das Netzwerk steht das gesamte Produktsortiment von Amazon für Affiliates zur Verfügung. 

Weiterhin ist Affiliate-Marketing auch eine entscheidende Einnahmequelle von YouTubern, Bloggern und Personen mit Reichweite, die so einen guten Teil ihres Einkommens damit verdienen können. 

Affiliate-Marketing ist ein riesiger Markt. Es gibt Unternehmen, deren größte Verdienstquelle die Empfehlung von Produkten ist. Man kann quasi jedes Produkt suchen und findet unzählige Testseiten, auf denen Produkte miteinander verglichen werden. Solche Testseiten oder auch Nischenseiten monetarisieren ihre Reichweite meisten vorwiegend mit Affiliate-Marketing. Über einen Link, werden die Besucher dann zu Amazon oder anderen Marktplätzen weitergeleitet, wo sie das Produkt dann kaufen können. 

Affiliate Marketing Vergleichsseite

Anleitung: Mit Affiliate-Marketing Geld verdienen 

Bevor man anfängt, Produkte zu bewerben und sich um Reichweite zu kümmern, sollte man die Voraussetzung für jede geschäftliche Tätigkeit erfüllen. Gemeint ist damit der Gewerbeschein, also ein angemeldetes Gewerbe. 

Dazu macht man einfach einen Termin bei seinem zuständigen Bürgeramt aus und kann gegen eine geringe Gebühr in Höhe von 15 bis 65 € ein Gewerbe anmelden. Ein Einzelunternehmen ist hierbei am ehesten geeignet. Anschließend bekommt man eine Steuernummer vom Finanzamt und anschließend zu 100 % berechtigt, selbstständig Geld zu verdienen. 

1.) Eigene Plattform finden

Um Produkte zu bewerben, braucht man eine Plattform, die regelmäßig von potenziellen Interessenten besucht wird. Wenn man schon eine Reichweite über Social Media oder eine Website hat, dann kann man Affiliate-Marketing einfach in die bestehenden Inhalte integrieren. Mehr dazu im nächsten Kapitel.

Wenn man aber gerade erst anfängt, also noch keine Reichweite hat, sollte man sich für eine Plattform entscheiden. Geeignet hierfür sind natürlich YouTube und Instagram, aber auch eine eigene Website kann ein guter Ort sein, um langfristig viel Reichweite aufzubauen. 

Info: Bei Instagram dauert es zunächst ein bisschen länger, bis man wirklich gut Produkte über die App bewerben kann. Das liegt daran, dass man erst ab 10.000 Followern zu externen Websites über Storys verlinken kann. Man kann aber Instagram mit einer Website verknüpfen und diesen Link dann in der Biografie posten. Bis dahin stehen also nur der Link in der Bio und Affiliate Codes zur Verfügung.

Aber wie wählt man nun die richtige Plattform? Wenn die Leidenschaft das Fotografieren ist, wird Instagram wahrscheinlich eine gute Wahl sein. Wenn man sich mit Schnitt und Video auskennt oder es liebt vor der Kamera zu stehen, ist YouTube eine gute Anlaufstelle. Eine Website eignet sich, wenn man gerne schreibt und sich mit Online-Marketing und SEO beschäftigen möchte. 

Bei allen diesen Plattformen spielt Zeit ein entscheidender Faktor. Man wird nicht von heute auf morgen Traffic generieren. Ein Blog muss erstmal aufgebaut und für Google optimiert werden, bis die ersten Besucher organisch kommen. Auch YouTube und Instagram erfordern Zeit, bis man die ersten Views, Abonnenten und Follower hat.

Es steht jedem natürlich frei, im Laufe der Zeit auf allen Plattformen aktiv zu werden. Am Anfang sollte man sich aber auf eine konzentrieren, damit man den Fokus nicht verliert und wirklich qualitativen Content produzieren kann. 

2.) Nische und Produkt finden

Um Reichweite durch qualitativen Content aufzubauen, braucht man natürlich ein Thema, mit welchem man sich gerne beschäftigen möchte und welches eine einigermaßen große Zielgruppe hat. Was bedeutet eine einigermaßen große Zielgruppe? 

Wenn man es z.B. liebt zu angeln, liegt es nahe, dass man ein Angebot rund um das Thema Angeln aufbaut. Angeln ist z.B. ein sehr großer Bereich und hat eine große Zielgruppe. Man kann also davon ausgehen, dass es zunächst etwas schwerer wird, sich als Experte zum Thema Angeln allgemein zu positionieren. Wenn man sich jetzt aber z.B. nur mit dem Thema Angelhaken beschäftigt, wäre das wiederum ein zu kleines Thema für guten Content. Also am besten etwas zwischendrin – nicht zu allgemein und nicht zu spezifisch. 

Wichtig ist, dass man sich auch wirklich für ein Thema interessiert und sich entweder schon damit auskennt oder sich entsprechendes Wissen aneignet. Am besten macht man sich Gedanken über die eigenen Interesse und Hobbys, schreibt diese nieder und überlegt sich, ob und welchen Content man in diesem Bereich produzieren könnte.

Wichtig: Nicht entmutigen lassen und besonders am Anfang wirklich durchziehen. Auch wenn die ersten Videos, Fotos oder Blogbeiträge noch keine hohe Reichweite haben. Wenn man wirklich hochwertigen Content produziert, der den Interessenten auch hilft, wird man früher oder später eine Community aufbauen, die exponentiell wächst. 

Sobald man etwas Reichweite hat, kann man anfangen Produkte zu empfehlen. Damit man Produkte auch seriös testen oder empfehlen kann, ist es wichtig, dass man sich mit dem Gebiet auch auskennt. Daher ist von Vorteil, wenn man selbst zu der Zielgruppe gehört und sich schon länger mit dem Thema beschäftigt. Hier ein paar Beispiele: 

  • Fußball: Man kann verschiedene Bälle vergleichen, die besten Fußballschuhe empfehlen oder die Produkte bekannter Spieler vorstellen.
  • Angeln: Man kann Videos über Angeltechniken oder Fischarten machen und nebenbei Equipment empfehlen und entsprechend verlinken.  
  • Business: Wenn man Business Content produziert, kann man z.B. Bücher-Reviews hochladen, Tickets zu Veranstaltungen vermitteln oder Kurse und Coachings vermarkten. Der Business Markt ist jedoch sehr umkämpft. 

3.) Passende Partnerprogramm finden

Man hat eine Plattform, ein Thema und weiß, wie die Zielgruppe tickt? Nun geht es darum, das richtige Partnerprogramm für eine Affiliate-Zusammenarbeit zu finden. Diese Entscheidung ist wirklich wichtig, denn letzten Endens kaufen die Kunden nicht beim Affiliate, sondern bei einem Kooperationspartner. Dieser muss also die Kunden überzeugen, Vertrauen genießen und die Bestellungen der Produkte auch reibungslos abwickeln können. Andernfalls wirft es auch ein schlechtes Licht auf den Affiliate, denn dieser empfiehlt nunmal den Partner.   

Das bekannteste Programm ist zweifellos Amazon. Das sogenannte Partner-Net ermöglicht es, für jedes beliebige Produkt auf Amazon einen Affiliate-Link zu erstellen, den man dann z.B. unter einem YouTube Videos posten kann. So kann man unter Videos und Beiträgen nebenbei auch viele andere Produkte wie z.B. Aufnahme-Equipment bewerben. 

Um Amazon Affiliate Partner zu werden, registriert man sich erstmal kostenlos im Partner-Net. Dieses findet man hier: Amazon Partner-Net

Amazon Affiliate PartnerNet

Nach einer erfolgreichen Registrierung kann man bereits für jedes beliebige Produkt einen Partnerlink erstellen und diesen direkt verwenden. Der riesige Vorteil am Partner-Net gegenüber anderen Partnerprogrammen ist, dass man Provision auf den gesamten Warenkorb des Kunden erhält. 

Das heißt, wenn jemand auf ein beworbenes Produkt klickt und dann zusätzlich noch andere Produkte bestellt, erhält man die volle Provision (1 % – 12 % je nach Kategorie) auf jedes gekaufte Produkt. Das Geld bekommt man immer drei Monate versetzt. Wenn man also im März 100 € eingenommen hat, bekommt man diese im Juli ausgezahlt. 

Damit Amazon definitiv die beste Anlaufstelle, wenn man physische Produkte aller Art empfehlen möchte. In jeder Kategorie findet man tausende Produktideen, sodass das Material nie ausgehen wird. 

Der bekannteste Online-Marktplatz, wenn es um digitale Produkte geht, ist Digistore24. Hier findet man vor allem Online-Kurse, Coachings oder verschiedene Tools, die man mit zum Teil sehr hoher Provision vermarkten kann. Aber Vorsicht, auf Digistore24 sollte man Produkte nicht einfach wahllos weiterempfehlen, nur weil die Provision hoch ist. Wenn das Angebot nicht seriös ist oder die Qualität nicht stimmt, gefährdet man das Vertrauen seiner Community und verdient zudem weniger, weil die meisten Kunden das Produkt wieder stornieren. 

Wenn ein Kunde, eine Bestellung über einen Link wieder zurücksendet bzw. storniert, muss man die eingenommene Provision wieder an den Verkäufer zurückzahlen. Schlechte Produkte mit hoher Provision vermarkten macht also überhaupt keinen Sinn, da die meisten Kunden die Bestellung anschließend wieder stornieren. 

Um das zu vermeiden, folgt eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man auf Digistore24 ein geeignetes Produkt findet: 

  1. Den Marktplatz auf Digistore24 öffnen. 
  2. Die passende Kategorie auswählen.

Nun bekommt man verschiedene Produkte vorgeschlagen, die direkt mit allen wichtigen Kennzahlen versehen sind.

  1. Die Cart Conversion überprüfen. Diese Zahl zeigt den Käuferanteil der Bestellformular-Besucher an. Je höher die Cart Conversion ist, desto besser kommt das Produkt bei Interessenten an, ein wichtiger Faktor. 
  2. Die Stornoquote sollte nicht zu hoch sein. In dem Fall sind es nur 1,5 % der Kunden, die den Artikel nach der Bestellung wieder stornieren. 
  3. Den Verkäufer selbst überprüfen, seine Webseite testen nach Bewertungen recherchieren. Am besten testet man auch das Produkt selbst.
  4. Wenn alles stimmt, kann man anfangen zu überlegen, wie man das Produkt am besten vermarkten kann.

Natürlich gibt es neben Digistore24 und Amazon auch andere Affiliate-Anbieter. Viele größere Unternehmen haben z.B. ein eigenes Affiliate-Programm, bei dem sich Interessenten entweder registrieren oder bewerben können. Wenn man ein interessantes Angebot gefunden hat, sollte man aber unbedingt überprüfen, wie seriös der Anbieter ist. Besonders lukrativ ist übrigens das Vermitteln von Bestandskunden an Versicherungen, Dienstleistungen oder Tools. Bekannte Plattformen sind unter anderem Awin und Bellboon.

Unterschiedliche Vergütungsmodelle

Das interessante bei Affiliate-Marketing ist, dass es neben dem Pay-per-Sale Prinzip, also Vergütung pro Verkauf, noch andere Abrechnungsmodelle gibt. So kann man am Ende selbst entscheiden, was am profitabelsten ist und das Angebot exakt seiner Community anpassen. 

Lifetime-Vergütung

Bei diesem Modell handelt es sich im Grunde um eine Variante von Pay-per-Sale. Wenn man einem Kunden ein Produkt vermittelt, welches er nicht einmalig kauft, sondern z.B. monatlich bezahlt, bekommt man für jede Monatszahlung eine Provision. Das kann wirklich profitabel sein, da jede weitere Bestellung einen festen monatlichen Betrag bedeutet. 

Man darf aber nicht vergessen, dass Produkte mit Abonnement auch am schwierigsten zu vermitteln sind. Nur wenn der Kunde wirklich zu 100 % überzeugt ist, wird er bereit sein, monatlich Geld für ein Produkt auszugeben. 

Pay-per-Lead

Ein Lead ist die Generierung eines Kundenkontaktes für ein Unternehmen. Zum Beispiel, wenn sich ein Kunde mit seiner E-Mail-Adresse registriert, um weitere Information über ein Produkt zu erhalten. 

Nach diesem Vergütungsmodell bekommt man für jeden generierten Kontakt einen bestimmten Betrag ausgezahlt. Bei hochpreisigen oder komplexeren Produkten wird oft auf dieses Modell zurückgegriffen, da der Kunde für eine Kaufentscheidung noch weitere Informationen braucht und nicht spontan über eine Empfehlung kauft. 

Bei Pay-per-Lead leitet man sozusagen die Vorarbeit für den Vertrieb, der dann meist telefonisch den Abschluss erzielt. Ein großer Vorteil, da man dann nicht von der Abschlussquote des Vertriebs abhängig ist.

Pay-per-Click

Unter Pay-per-Click oder kurz PPC, versteht man die Vergütung pro Klick auf einen bereitgestellten Link. Da die Hürde auf einen Link zu klicken viel geringer ist, als z.B. ein Produkt zu kaufen, ist Vergütung beim PPC Modell auch am geringsten. Hier lassen sich vor allem Umsätze machen, wenn eine Website oder ein Social Media Account extrem viel Reichweite bzw. Traffic hat. 

Das Gute an diesem Modell ist aber, dass man es ganz einfach einmal einrichten kann und der Anbieter dann den Rest erledigt. Das bekannteste Netzwerk ist vermutlich Google AdSense. 

Wenn man einen YouTube Kanal oder eine Website hat, kann man diese mit AdSense verbinden und Google schaltet automatisch Nutzer-relevante Werbung auf dem Kanal. Das beste Beispiel sind die Videoanzeigen vor YouTube Videos. Jedes Mal, wenn ein Besucher auf so ein Video klickt, bekommt die Person hinter dem Kanal einen bestimmten Geldbetrag auf ihr Google AdSense-Konto. Mit viel Reichweite kann so über einen kürzeren oder längeren Zeitraum ein kontinuierlicher Nebenverdienst generiert werden. 

Neben den bekanntesten Vergütungsmodellen: Sale, Lead und Klick, gibt es auch weitere Möglichkeiten, sich von Unternehmen bezahlen zu lassen: Pay-per-View, Pay-per-Sign-up oder Pay-per-Print. Einfach mal bei verschiedenen Unternehmen nach ihrem Affiliate Modellen erkundigen. 

Tipp: Wenn man bereits etwas Reichweite aufgebaut hat, kann man Unternehmen auch anschreiben und nach individuellen Affiliate-Angeboten fragen. In vielen Fällen bekommt man damit höhere Provisionen und profitiert zudem von einer individuellen Partnerschaft. Das bedeutet, besserer Support und persönliche Betreuung. 

So hochwertigen Content erstellen

Die Grundlage des Erfolges bei Affiliate-Marketing ist Reichweite und eine Community, die dem Affiliate vertraut. Das erreicht man nur mit hochwertigen Inhalten, also Content auf der jeweiligen Plattform. 

Dafür stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung: Video, Bild und Text. Auf YouTube geht es vor allem um Videos, auf Instagram besonders um Bilder und auf der Website um Text, der sich aber mit Videos und Bildern ausschmücken lässt. Am besten sucht man zu Beginn eine Plattform aus, generiert dort Reichweite und baut seine Online-Präsenz von dort aus immer weiter auf. 

1. Instagram

Bilder auf Instagram zu laden ist nicht besonders schwer, sondern in wenigen Minuten machbar. Kontinuierlich hochwertigen Content zu produzieren, eine Community aufzubauen und mit dieser zu interagieren ist hingegen nicht mehr so einfach. Aus technischer Sicht schon, aber man sollte wirklich Zeit und Energie in den Account stecken, da er sonst nicht aus der Masse heraussticht. 

1. Der erste Schritt in Richtung hochwertigem Content ist ein ansprechendes Profil. Am besten nutzt man hierzu einen Businessaccount.

Tipp: Die Schriftart kann man über einen Unicode Textkonverter wie diesen hier ändern: Textkonverter 

2. Als Zweites braucht man natürlich Content. Hierzu ist es gut einen Plan mit allen Ideen, die man zu dem Thema hat, zu erstellen. Am besten überlegen, wie man diesen Content in Instagram-Beiträge verpacken kann. Neben einfachen Bildern hat man außerdem die Möglichkeit, Karussell-Beiträge (bis zu 9 Bilder in einem Post), Reels oder Videos zu posten. 

Wichtig: Für eine geplante Abwechslung in dem Account sorgen. Wenn es ums Thema Angeln geht, könnte man z.B. immer montags ein Fischrezept nachkochen, mittwochs einen bestimmten Fisch vorstellen (Wissen) und freitags über das richtige Equipment sprechen. 

3. Wenn man eine grobe Idee für den Content (Bilder und Text in der Caption) hat, erstellt man hierzu am besten einen Plan, wie man die Inhalte technisch umsetzen kann.

Mit dem Tool Canva kann man z.B. Instagram Posts gestalten, ohne dass man sich in komplexe Programme wie Photoshop einarbeiten muss. Kostenlose Stockfotos und Videos findet man u.a. auf der Seite Pixabay. Hier sollte man kreativ sein und seinen eigenen Stil finden.

Repost-Seiten oder andere anonyme Content-Pages gibt es extrem viele! Da man in so einem Fall auch nicht durch persönliche Authentizität überzeugen kann, geht der Aufbau einer anonymen Instagram Seite meist etwas langsamer.

2. YouTube 

Auf YouTube gilt im Grunde dasselbe. Die meisten wirklich bekannten Kanäle leben von dem individuellen Charakter des Produzenten. Wenn man also nicht gerne vor der Kamera steht und einem Videoanimation bzw. Videoschnitt nicht liegen, ist YouTube für den Start vielleicht erstmal die falsche Plattform. 

Der maßgebliche Unterschied zu Instagram ist die Langfristigkeit des Contents. Ein Instagram Bild, welches vor einem Jahr hochgeladen wurde generiert heute so gut wie keine Interaktionen mehr, während die Klicks eines YouTube-Videos langfristig immer weiter steigen können. 

Das hat den Vorteil, dass man Content (Videos) einmal erstellt und der Kanal immer davon profitieren kann, während man bei Instagram kontinuierlich etwas Neues bringen muss, um Interaktionen zu erzielen.  

Youtube Affiliate Marketing

Ganz unabhängig vom Thema gehört zu jedem erfolgreichen YouTube-Kanal eine gute technische Umsetzung. Verpixeltes Bild, schlechter Ton, wackelige Kamera oder auch eine langweilige Vermittlung der Inhalte sind nicht der Weg zu langfristigen Erfolg. 

Mit einer guten Handykamera, einem Aufnahmegerät oder Ansteckmikrofon sowie einem Basis-Schnittprogramm wie z.B. iMovie, kann man aber bereits professionell wirkenden Content produzieren. 

Wie auch bei Instagram sollte man sich gut überlegen, was man den Zuschauern bieten möchte. Steht die Unterhaltung im Vordergrund oder möchte man reines Wissen vermitteln? Tipp: Versuche beides zu vermischen! So werden die Videos nicht langweilig und man gibt dem Kanal einen individuellen Charakter. 

Wenn das Thema z.B. Angeln ist, kann man ja einfach mal die Kamera mit zum Angeln nehmen und dokumentieren, was man genau macht. Ab und zu noch ein bisschen Fachwissen hereinbringen und fertig ist ein starkes YouTube-Video! 

Tipp: Das Thema einfach mal auf YouTube suchen und sich von ähnlichen Kanälen inspirieren lass. Wenn man erstmal in die Materie eingetaucht ist, werden die guten Content-Ideen ganz von alleine kommen! 

3. Die eigene Website 

Mit einer eigenen Website stehen bezüglich Online-Marketing und Content alle Türen offen. Ein Themenblog für den Start mit Affiliate Marketing zu Beginn eine geeignete Wahl. 

Das bedeutet, man publiziert Content in Form von Blogartikel für Personen, die nach genau diesen Themen suchen. Der Vorteil einer Website ist, dass man völlig frei ist, was Gestaltung und Inhalt des Webauftritts angeht. Wenn man erstmal Reichweite hat, kann man Online-Marketing stark ausbauen, z.B. mit E-Mail Newslettern. 

Unterschied zwischen einem Blog und einer Nischenseite

Vielleicht sind Nischenseite schon ein Begriff. Falls nicht, dabei handelt es sich um Websites, die nur darauf ausgelegt sind, ein ganz bestimmtes Produkt bzw. eine Produktgruppe zu bewerben. Diese Seiten sind stark von gutem SEO, also der Optimierung für Suchmaschinen (Google) abhängig, da z.B. eine Staubsaugerseite nur bei Staubsauger relevanten Themen ranken kann.

Ein Blog hingegen ist persönlich, liefert qualitativen Content und kann langfristig auch eine richtige Fangemeinde aufbauen. Das ist viel wertvoller, als immer nur auf ‘‘Laufkundschaft’’ angewiesen zu sein. Wenn das Thema also Angeln ist, wäre eine typische Nischenseite z.B. angelhaken-vergleich.de, auf welcher man dann die 20 besten Angelhaken vergleicht und wichtige Informationen dazu liefert. Mit einem Blog hat man viel mehr Möglichkeiten und kann solche Vergleichsseiten in eine Website integrieren. 

Tipp: Mit Tools wie WordPress kann jeder mit relativ wenig Arbeit einen guten Blog erstellen. Dafür muss man zuerst eine Domain bei einem Host (z.B. Site-Ground) registrieren und diese dann mit WordPress verknüpfen. Da eine genaue Anleitung den Rahmen des Artikels deutlich sprengen würde, findet man hier eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung: Anleitung Website erstellen

Wenn man das Grundgerüst einer Website hat, geht es natürlich darum, Content zu produzieren. Die beste Möglichkeit dafür sind Blogartikel, also Texte zu relevanten Themen, in denen man sein Wissen vermittelt. 

Damit ein Blog auch von Personen gefunden wird, sollte man nicht einfach darauf losschreiben, sondern vorher gut zu den Themen recherchieren. Dazu gehört eine genaue Keywordrecherche und eine Analyse der Konkurrenzartikel, denn die eigenen Inhalte sollten besser sein, um bei Google dann auch besser zu ranken. 

Tipp: Mit dem Tool Ahref kann man eine umfangreiche Keywod-Recherche durchführen und auch die Artikel der Konkurrenz checken. So weiß man ziemlich schnell, ob der fertige Text schon das Potenzial hat, weit oben auf Google zu ranken. Wenn man generell noch mehr zu diesem Thema lernen möchte, kann auf dem Blog von Neil Patel vorbeischauen. Dort findet man außerdem ein kostenloses Tool  für die Keyword-Analyse. 

Sobald der erste Artikel draußen ist, kann man mit dem Linkaufbau beginnen. Das Ziel dahinter ist, möglichst viele Links zu der eigenen Website auf anderen Seiten zu platzieren (ein weiterer wichtiger Faktor bei SEO). Versuche zudem Kooperationen mit anderen Blogs einzugehen, Links in Foren zu setzen oder andere Wege zu finden, um Links von anderen Seiten auf die eigene Website zu bekommen, ohne dabei das Internet mit Spam zu füllen. 

Dann heißt es Geduld. Besonders, wenn man sich in das Thema SEO (Suchmaschinenoptimierung) noch einarbeitet, wird es am Anfang mit den Besuchern ein bisschen dauern. Wenn man aber dranbleibt und neben gutem Content auch Wissen rund um SEO und Online-Werbung ausbaut, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg. 

Inhalte mit Affiliate Marketing monetarisieren

Man hat eine Plattform sowie ein Thema gefunden und vielleicht auch schon die ersten Inhalte erstellt? Jetzt geht es darum, die Inhalte mit Affiliate-Links zu monetarisieren. Dabei hat man verschiedene Möglichkeiten: 

YouTube: Die einfachste Möglichkeit ist, Produkte in der Videobeschreibung zu bewerben. Diese Produkte kann man entweder in den Videos erwähnen oder auch Produkttests dazu rausbringen. Am besten fragen, was die Community interessieren könnte? 

Affliate Links

Die PPC Monetarisierung auf YouTube kann man aktivieren, sobald ein Kanal 4.000 Stunden Watchtime sowie 1.000 Abonnenten in einem Jahr generiert hat. 

Instagram: Auf Instagram steht nur der Link in der Biografie zur Verfügung. Ab 10.000 Abonnenten kann man aber Stories erstellen, die den Nutzer zu einer anderen Website weiterleiten. 

Website: In Blog-Texten kann man z.B. entsprechende Wörter mit Links verknüpfen, die z.B. zu einem Amazonprodukt führen. Wenn man beispielsweise schreibt, …dieser Angelhaken ist besonders gut zum…. kann man das Wort Angelhaken mit einem Link zum entsprechenden Produkt versehen. 

Auflistungen funktionieren auf Websites auch ziemlich gut, da viele Personen genau danach suchen. Man kann zum Beispiel einen Artikel über die 20 besten Angelhaken herausbringen und hätte somit direkt 20 beworbene Produkte, ohne dass es aufdringlich wirkt. 

Wenn man schon etwas Geld damit verdient hat und merkt, dass es für ein Produkt eine besonders hohe Nachfrage gibt. Kann man sich überlegen, das Produkt über eine eigene Marke und Amazon FBA zu vertreiben. Der große Vorteil dabei ist, dass man schon sicher sein kann, dass Besucher auf das Produkt lenken kann. Man darf nicht vergessen, mit jedem Affiliate-Verkauf, verdient der Verkäufer des Produktes deutlich mehr als der Afffiliate. Ein eigenes gutes Produkt bringt langfristig also mehr Einnahmen! Wie man erfolgreich ein Produkt auf Amazon verkauft, wird hier Schritt-für-Schritt erklärt: Anleitung zu Amazon FBA.

Wichtig: Die Werbung sollte nie im Vordergrund stehen, sondern der Content. Der User soll nicht das Gefühl haben, dass er auf der Plattform nur Werbung findet. Zunächst geht es um Reichweite und die kann man langfristig nur mit gutem Content erhalten. Produkte also auch mal kritisch testen, immer ehrlich bleiben. 

Damit man rechtlich auf der sicheren Seite ist, sollte man die Links auf jeder Plattform auch als Affiliate-Links kennzeichnen. Die Links kann man z.B. mit einem Sternchen markieren (siehe Bild oben) und unten einen entsprechenden Hinweis formulieren. 

,,*Bei den mit Sternchen gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Das bedeutet, wenn ihr etwas über diesen Link bestellt, bekomme ich einen kleinen Anteil am Umsatz. So könnt ihr meine Arbeit unterstützen, ohne dafür mehr bezahlen zu müssen.

Die erste Provision erhalten

Früher oder später wird die erste Person auf den Link klicken und ein Produkt kaufen. Sobald das passiert, wird dem Affiliate-Konto ein entsprechender Betrag zugeschrieben. 

Wenn man das Auszahlungsminimum der Plattform erreicht, bekommt man das Geld auf sein Konto überwiesen. Bei Digistore sind es 50 € für die erste Auszahlung, bei Amazon 25 € pro Auszahlung. 

Damit man Geld auch wirklich bekommt, muss man ein Gewerbe erfolgreich angemeldet haben und eine Steuernummer bzw. Umsatzsteuer ID vorweisen können. Mit diesen Nummern kann man beweisen, dass man seine Steuern ordnungsgemäß in Deutschland abführt. Am einfachsten ist es wohl mit einem Einzelunternehmen zu starten, damit hat man den wenigsten Aufwand.

Wenn die Einnahmen unter 9.000 € im Jahr liegen, muss man sich wegen Steuern erstmal keine Gedanken machen. Alles unter diesem Betrag liegt innerhalb der Freibetragsgrenze, die man pro Jahr steuerfrei erwirtschaften darf. 

Wer mehr über das Thema Steuern erfahren möchte, findet hier einen Artikel zu genau diesem Thema: Steuern bei Amazon FBA (auch wenn Amazon FBA das Thema ist, gelten steuerlich dieselben Regeln für Affiliate-Marketing)

Zusatztipp: Out-of-the-box Affiliate-Marketingmethode

Wenn man keinen Content produzieren möchte, ein wenig Startkapital hat und sich mit Performance Marketing auskennt, kann man auch ausschließlich über Werbeanzeigen die ersten Produkte vermarkten. Aber wie funktioniert das? 

Für diese Methode braucht man ein Grundverständnis über die Funktionsweise von Facebook und Google Ads. Also bezahlte Werbeanzeigen auf Google und Facebook inkl. Instagram. Wenn man sich damit nicht auskennt, verbrennt man lediglich Geld und erzielt wahrscheinlich keine oder viel zu geringe Einnahmen. 

Schritt 1: Lernen, wie man Google und/oder Facebook Werbung richtig schaltet.

Schritt 2: Sich für ein Thema entscheiden, mit dem man sich gerne beschäftigen möchte oder in dem man großes Potential sieht.

Schritt 3: Ein etwa 20 Seiten langes E-Book über das Thema schreiben oder schreiben lassen. Darin sollte man praktisches Wissen vermitteln und dem Leser einen echten Mehrwert bieten. Das ganze kann man z.B. in Word oder OpenOffice verfassen und mit Bildern, Anleitungen und Tipps versehen. 

Schritt 4: Affiliate Links in das Dokument einfügen. In jedem Textdokument lassen sich Wörter mit Links versehen. Hierfür relevante Seiten suchen und Produktlinks generieren. Im besten Fall empfiehlt man direkt Produkte im Text, sodass es nicht wie Werbung rüberkommt. 

Schritt 5: Den gesamten Text in ein Google Textdokument laden. Das kann man einfach über Google Drive erstellen (+ Neu > Doc File).

Schritt 6: Den Text so formatieren, dass es sich um ein fertiges E-Book handelt. Anschließend das Dokument noch freigeben zu: Jeder der über diesen Link verfügt ist Betrachter. (Nicht zur Bearbeitung freigeben)

Schritt 7: Werbeanzeigen und das E-Book weiter vermarkten. Die Ads kann man mit dem Google Docs Link versehen, der zu dem E-Book führt, in welchem sich dann entsprechende Affiliate-Links befinden. 

Tipp: Praktische Anleitungen funktionieren besser, als ein reiner Informationstext. z.B. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Eigene Köder herstellen

Achtung: Werbeanzeigen können am Anfang echt frustrierend sein. Hier ist definitiv Geduld gefragt. Mit der Zeit wird man aber immer besser verstehen, wie Anzeigen funktionieren und welche Anzeigen Erfolg haben.  

3 Bonus-Tipps für Affiliate-Marketing 

1. Affiliate Challenges 

Viele Produktverkäufer machen regelmäßig Affiliate-Aktionen, bei denen Affiliate-Marketer über einen kurzen Zeitraum z.B. eine höhere Provision bekommen. Viele verknüpfen das auch mit einer Challenge, bei welcher der Sieger, also der Affiliate mit den meisten Produktverkäufen, einen Preis gewinnt. Solche Aktionen sind nicht nur eine Chance, schnell etwas mehr Umsatz zu machen, sondern bieten auch Reichweite bzw. Bekanntheit.

2. Die Übersicht behalten

Mit der Zeit hat man natürlich sehr viele Produkte in seinem Content verlinkt, wodurch es schnell unübersichtlich werden kann. Am besten macht man sich eine Tabelle, in der man genau dokumentiert, welche Produkte wo verlinkt wurden. Diese solltes man ab und zu durchgehen und prüfen, ob die Produkte überhaupt noch verfügbar oder aktuell sind. Ansonsten kann es passieren, dass man eine veraltete Version oder ein nicht mehr aktuelles Info-Produkt vermarktet. 

3. Produkte selbst testen 

Natürlich findet man über Kundenbewertungen und die Anbieterseite schon viele nützliche Informationen zu einem Produkt. Trotzdem kann es hilfreich sein, das Produkt einmal selbst zu bestellen. Gerade bei digitalen Produkten ist das wichtig, da man so den Bestellablauf einmal testen kann. Die Schnelligkeit der Website, einfache Handhabung und verschiedene Bezahlmöglichkeiten sind dabei Punkte, auf die man achten kann. Je besser der Check-out optimiert ist, desto weniger Kunden werden während dem Bestellvorgang abbrechen. 

Fazit – Affiliate Marketing

Affiliate-Marketing ist in der Theorie ein einfacher Weg, um online Geld zu verdienen. Wenn man aber wirklich langfristig erfolgreich sein möchte, steht der qualitative Content an erster Stelle. 

Eine Community, die einem vertraut und die Inhalte gerne konsumiert und teilt wird die Einnahmen aus Affiliate Marketing enorm steigern. Wie bei jedem anderen Business auch ist es schlussendlich die Geduld, welche zum Erfolg führt. 

Die ersten Werbeanzeigen werden wahrscheinlich noch gar keine Umsätze bringen. Auch die ersten Posts, Videos oder Blogbeiträge werden nicht einfach so ganz oben im Ranking erscheinen. Das wichtigste ist weitermachen, denn irgendwann kommt das Video, was viele Klicks generiert, irgendwann schreibt man den entscheidenden Blogartikel oder findet eine Werbestrategie die funktioniert. 

Wenn dieser Moment erreicht ist, ist das Schwierigste geschafft und man kann an die feineren Optimierungen seiner Strategie gehen. 

Ein Business rein nur mit Affiliate-Marketing aufzubauen ist, verspricht langfristig auch nicht den großen Erfolg. Letztlich ist man immer von den Produkten anderer Firmen abhängig. Wer langfristig ein Unternehmen aufbauen möchte, ist mit eigenen Produkten besser bedient. Eine gute Möglichkeit, um mit verhältnismäßig wenig Startkapital anzufangen ist hier Amazon FBA


FAQ – Häufig gestellte Fragen


• Was ist Affiliate Marketing?

Das Prinzip hinter Affiliate Marketing ist die erfolgreiche Vermittlung von Kunden, Leads oder Sales für ein anderes Unternehmen. Für jede erfolgreiche Vermittlung bekommt der Affiliate eine vorher festgelegte Vergütung, die ihm z.B. über einen benutzerspezifischen Link zugeordnet werden kann und vom Produktanbieter ausgezahlt wird.

• Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Der Affiliate bzw. Vermittler sucht sich meist über ein Affiliate Netzwerk ein attraktives Produkt aus, welches er für ein anderes Unternehmen vermarkten möchte. Für dieses Produkt bekommt er nun einen individuellen Link, sodass dem Affiliate bei jedem erfolgreichen Kauf über diesen Link eine Provision zugeordnet werden kann.

• Wie viel kann man mit Affiliate Marketing verdienen?

Affiliate Marketing ist eine extrem große Branche, in  welcher zwischen zwei- und siebenstelligen Umsätzen alles möglich ist. Hierbei kommt es sehr auf das persönliche Ziel und Startkapital des Affiliates an.

• Ist Affiliate Marketing seriös?

Affiliate Marketing ist nichts weiter als eine Vertriebsmöglichkeit für Unternehmen. Diese wird seit jeher von wirklich vielen und auch sehr großen Unternehmen, wie z.B. Amazon, genutzt.

• Was braucht man für Affiliate Marketing?

Um erfolgreich Affiliate Marketing zu betreiben braucht man ein Produkt bzw. mehrere Produkte, die man bewerben möchte. Diese Produkte müssen anschließend auch aktiv über Werbeanzeigen oder einer Plattform beworben. Plattformen, auf denen man sich eine Reichweite aufbauen kann, sind u.a. Beispiel Youtube, Instagram oder ein eigener Blog.

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