Die 5 besten Alibaba Alternativen für Amazon FBA Sourcing


Wenn es um die Suche nach einem geeigneten Hersteller geht, landen wir meistens bei Alibaba. Sehr verständlich, denn mit einem höheren Transaktionsvolumen als Ebay und Amazon zusammen, tummeln sich hier auch die meisten Hersteller.

Dennoch ist es bei der Herstellersuche von Vorteil, auf mehreren Plattformen vorbeizuschauen, da dir sonst bessere Angebote oder Produkte entgehen können. In diesem Artikel bekommst du die 5 besten Alibaba-Alternativen für dein Amazon FBA Sourcing. Dabei sind nicht nur asiatische Marktplätze ein, sondern du erfährst auch, wie du in Europa oder sogar in Deutschland einen geeigneten Hersteller finden kannst.


Alibaba Alternativen – Amazon FBA Herstellersuche

Auch wenn die Produktion in Asien einen deutlich höheren logistischen Aufwand bedeutet, greifen die meisten FBA-Seller auf chinesische Produzenten zurück. Das liegt daran, dass die Einkaufspreise insgesamt viel günstiger sind und sich eine Produktion in Europa trotz der guten Lieferbedingungen nicht lohnen würde.

Leider hat China bei vielen Kunden immer noch den Status, Billigprodukte oder schlechte Qualität zu produzieren. Wenn ein Produkt z.B. unangenehm riecht, denkt man sofort, es handelt sich um ein Billigprodukt aus China. Inzwischen gibt es jedoch wahnsinnig viele Hersteller, deren Produkte qualitativ mit großen Marken oder europäischen Firmen mithalten können.

Aufgrund der hohen Reichweite finden sich die meisten dieser Hersteller auf Alibaba wieder. Neben dem Marktführer gibt es jedoch noch einige kleinere Marktplätze, auf denen du weitere Hersteller finden kannst und andere Möglichkeiten zur Herstellersuche bekommst.


Alibaba Alternativen aus Asien

1. Global Sources (Asien)

Globalsources bietet dir eine weitere Anlaufstelle, um asiatische Hersteller zu finden. Die Website und ihre Funktionsweise ist ähnlich wie bei Alibaba: Über eine Suchleiste kann das gewünschte Keyword eingegeben werden, woraufhin diverse Angebote mit Preis und MOQ erscheinen.

Eine weitere interessante Möglichkeit von Globalsources ist der Magazin Versand. Du kannst in verschiedenen Kategorien ein Abonnement abschließen und bekommst somit neue Produktideen direkt in den Briefkasten oder über die Globalsources App kostenlos auf dein Handy.  Wenn du bereits eine Marke hast oder planst, bleibst du immer up-to-date und verpasst keine Produktneuheiten in deiner Nische.

Auch wenn Globalsources eher auf große Kunden abzielt (hohe MOQ), schadet es nicht bei der Herstellersuche einmal vorbeizuschauen. Hier findest du noch einmal andere Angebote und eventuell auch günstigere Preise. Gerade wenn du im Bereich Elektronik oder Lifestyle unterwegs bist, hast du hier gute Chancen, sehr erfahrene und kompetente Hersteller zu finden.

Ein großer Nachteil ist, dass Globalsources keine Trade Assurance anbietet. Du bezahlst deinen Hersteller also direkt, statt über eine dritte Firma, die das Geld bis zum Erhalt deiner Ware einbehält. Hier solltest du also vorsichtig sein und nie mehr als 50 % des Einkaufspreises vorauszahlen. 

www.globalsources.com

2. Made in China.com

Während man auf Alibaba und Global Sources, Hersteller aus verschiedenen Ländern finden kann, fokussiert sich Made-in-China ausschließlich auf Chinesische Supplier. Bei der Recherche bekommst du allerdings weitere Funktionen, die dir später einiges an Arbeit ersparen können. 

Eine dieser Funktionen ist die Herstellersuche über sogenannten Industry Hubs. Über diese Möglichkeit findest du heraus, welche Region für welche Produkte bekannt ist, also wo die meisten Hersteller für bestimmte Produktkategorien ihren Standort haben.

Wenn du z.B. einen guten Hersteller über Alibaba gefunden hast, kannst du über Made-in-China herausfinden, ob sich noch andere ähnliche Hersteller in der Gegend befinden. 

Je mehr ähnliche Hersteller in einer Region sind, desto besser. Die Supplier können sich gegenseitig unterstützen, wenn z.B. Material fehlt und du kannst ohne viel logistischen Aufwand, mit verschiedenen Herstellern arbeiten.

www.made-in-china.com

Tipp: Es gibt unzählige Hersteller-Fachmessen zu den verschiedensten Themen. Mit Smart-Expo von Made-in-China kannst du alle aktuellen Hersteller Messen online besuchen und dich mit den Unternehmen austauschen. 


3. DHgate

Dhgate ist ein weiterer asiatischer Marktplatz, der sich sowohl an B2B als auch an B2C Kunden richtet. Daher eignet sich ein Einkauf über diese Plattform besonders bei Samples, kleineren Bestellungen, Trendartikeln oder einfachen Cashflow-Produkten.

Sowohl die Website, als auch die einzelnen Listings sind übersichtlich und sehr informativ gestaltet. Bei jedem Angebot werden dir die verschiedenen Preise für die jeweiligen Stückzahlen angezeigt und du kannst Versandoptionen, Bewertungen und den Lagerbestand des Suppliers auf der Angebotsseite einsehen. 

Die Bestellung ist extrem schnell erledigt und kann mit allen gängigen Zahlungsarten direkt über die Website bezahlt werden. Für größere Bestellungen und individuelle Änderungen am Produkt (Bsp. Brandbuilding) ist DHgate ungeeignet, da sich auf solchen Marktplätzen vor allem Wiederverkäufer aufhalten, was die Preise erhöht und den Kontakt zum Hersteller erschwert.

www.dhgate.com

Hinweis: Wenn du Waren über DHgate bestellst, importierst du Produkte zu geschäftlichen Zwecken. Du solltest also unbedingt sicherstellen, dass alle Richtlinien und Zertifikate eingehalten werden und du keine Patentrechte verletzt. Vergesse nicht, dem Verkäufer deine EORI-Nr. und Zolltarifnummer mitzuteilen. Dies gilt auch für alle anderen Plattformen


Alibaba Alternativen aus Europa

Die Herstellung in Europa unterscheidet sich in einigen Faktoren von der Herstellung in Asien. Ein wichtiger Vorteil sind die geringeren Versandkosten und die kurze Lieferzeit. Während sich eine Lieferung aus China bis zu mehreren Wochen auf dem Schiff befinden kann, nimmt der Versand aus einem europäischen Land nur einige Tage in Anspruch. 

Ein weiterer Unterschied ist der Länderbezug bestimmter Produkte, wodurch sich das Kundenvertrauen erhöht. Besonders bei Luxusartikeln, Kosmetik und Lebensmitteln kann die Herstellung in einem dafür bekannten Land, ein enormer USP sein. Beispiele dafür wären: 

  • Italien: Mode, Marmor, Nudeln, Kaffee
  • Frankreich: Wein, Mode, Luxus, Parfüm
  • Schweden: Holz, Möbel,  Industrieprodukte

Im Vergleich zu China sind Produktkosten und MOQ meistens höher, weshalb du dir am Anfang gut überlegen solltest, ob eine Produktion in Europa für dein Produkt überhaupt Sinn macht.


4. Europages (Europa)

Europages ist eine B2B-Plattform, auf der ca. 3 Millionen hauptsächlich europäische Unternehmen ihre Produkte anbieten. Auf der Startseite bekommst du direkt verschiedene Kategorien angezeigt, kannst aber auch nach Branche, Produkten oder Unternehmen suchen. 

Ein großer Vorteil ist, dass du die Suchergebnisse nach Produkten und Unternehmen filtern kannst. Bei der Suche nach Unternehmen siehst du direkt auf der Ergebnisseite, mit welchen Produkten sich die Firma auseinandersetzt und wo sie ihren Standort hat.

www.europa
www.europages.de

Tipp: Auf Europages kannst du auch nach Dienstleistern, wie z.B. Logistikern, Anwälten oder Steuerberatern suchen. Besonders wenn du mal europaweit über PAN-EU verkaufst, brauchst du solche Kontakte in den jeweiligen Ländern.


5.  Wer liefert was (Deutschland)

Ein deutscher Hersteller mit einem guten Einkaufspreis ist wohl der Traum eines jeden Amazon FBA Verkäufers. Denn neben dem USP Made in Germany hat eine Produktion in Deutschland noch viele weitere Vorzüge: geringe Versandkosten, kurze Versandzeit, kein Zoll und wenig Bürokratie. Allerdings gestaltet sich die Herstellersuche in Deutschland für Anfänger etwas schwieriger. 

Nicht nur hohe Einkaufspreise und Mindestbestellmengen erschweren den Prozess, sondern auch der Erstkontakt. Wenn du dich nicht als seriöses Unternehmen präsentierst, ist es unwahrscheinlich, dass du überhaupt eine Antwort bekommst. Ich rate dir deswegen: Rufe bei deutschen Herstellern immer direkt an und achte darauf, dass du selbstbewusst und seriös erscheinst. 

Tipp: Es wirkt deutlich seriöser, wenn du eine Website zu deinem Unternehmen präsentieren kannst und dir eine info@unternehmens-name.de Adresse einrichtest. Eine eigene Domain in Verbindung mit einer E-Mail-Adresse gibt es bereits ab 5 € bei diversen Anbietern. 

Um einen deutschen Hersteller zu finden, eignet sich die B2B-Plattform Wer-liefert-was (WLW). Auf WLW findest du um die 600.000  Hersteller, Händler, Großhändler und Dienstleister, die sich insgesamt auf 46.000 Kategorien verteilen.Wie auch bei Europages, teilt sich die Ergebnisseite in die Kategorien Produkte und Anbieter. Seit neuem gibt es die Möglichkeit, eine genaue Suchanfrage nach Produkten zu stellen. WLW sucht dann Hersteller raus, die an deinem Angebot Interesse haben. Ein Vorteil ist, dass du diese Anfrage auch anonym stellen kannst und Hersteller dich nicht direkt aufgrund deiner Unternehmensgröße ausschließen.

www.wlw.de

Zusatztipp:1688.com (China)

1688.com gehört zu Alibaba und ist die größte Plattform für den Großhandel in China. Die Website ist ausschließlich auf Chinesisch verfügbar und damit nicht für den internationalen Handel ausgerichtet. 

Das bedeutet, 1688.com dient als Anlaufstelle für chinesische Trading Companies, die ihre Waren dann teurer über Alibaba verkaufen. Die Preise bei 1688.com sind also oft um einiges geringer als bei internationalen Plattformen. 

Schwierig wird die Kommunikation, da die meisten Supplier kein Englisch sprechen. Am besten wäre natürlich, wenn du jemanden kennst, der Chinesisch spricht und dir dabei helfen kann. Hast du diese Möglichkeit nicht, kannst du natürlich auch Übersetzungstools benutzen: 

  • Arbeite Manuell mit dem Google Translater 
  • Lass dir die Webseite automatisch übersetzen. 

Google Chrome: Rechtsklick auf Webseite, Übersetzen in Deutsch.

1688.com ist definitiv eine gute und wenig genutzte Sourcing Alternative, um noch bessere Preise zu erhalten. Neben diesem Vorteil lassen sich auf 1688.com auch Produkte finden, die noch gar nicht auf Alibaba verkauft werden. So bist du deiner Konkurrenz einen großen Schritt voraus!


Weitere Sourcing-Alternativen zu Alibaba

Die oben genannten Plattformen sind natürlich nicht alle Alternativen zu Alibaba. HIer findest du noch eine Liste von weiteren B2B-Marktplätzen, die du auf jeden fall auch ansehen kannst, jedoch weniger bekannt sind.

  1. IndiaMART –  Größter indischer B2B-Marktplatz.
  2. SolostocksProdukte aus Europa und Südamerika.
  3. Merkandi – Restposten, Retourenware und Großhandel.
  4. All.biz – Europäischer Marktplatz mit guter Auswahl
  5. RosfirmRussischer Marktplatz (nur auf Russisch) 

Marktplätze gibt es enorm viele. Deswegen ist es wichtig, dass du dich nicht in der Herstellersuche verlierst. Prüfe, welches die wichtigsten Marktplätze für dein Produkt sind und gehe diese einmal systematisch durch. Wenn du ein paar Hersteller beisammen hast, bestelle von den besten jedem ein Sample zum Qualitätscheck. Nur wenn die Qualität stimmt, solltest du mit individuellen USPs am Produkt weiter machen. 

Der nächste Schritt in Richtung deines erfolgreichen Amazon FBA Business ist nun die Bestellung bei deinem Hersteller, die Qualitätskontrolle und der Import nach Deutschland. In den folgenden Artikeln erkläre ich dir jeden dieser Schritte im Detail, damit du direkt loslegen kannst. 

>> Die Amazon FBA Herstellersuche 

>> Amazon FBA Qualitätskontrolle 

>> Import bei Amazon FBA




FAQ – Häufig gestellte Fragen


• Wieso ist Alibaba so beliebt bei FBA Seller?

Auch wenn die Produktion in Asien einen deutlich höheren logistischen Aufwand bedeutet, greifen die meisten FBA-Seller auf chinesische Produzenten zurück. Das liegt daran, dass die Einkaufspreise insgesamt viel günstiger sind und sich eine Produktion in Europa trotz der guten Lieferbedingungen oft nicht lohnt.

• Welche Alibaba Alternativen gibt es?

Es gibt sowohl alternative Plattformen aus Asien, als auch aus Europa. Vergleichbare Angebote haben u.a. Global Sources, Made-in-China, DHgate oder Europages.

• Wie findet man Hersteller aus Deutschland?

Für die Suche nach deutschen Herstellern eignet sich die Plattform Wer-lifert-was (WLW), wo über 600.000 Hersteller vertreten sind.