Amazon Produkte auf anderen Plattformen verkaufen?

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Amazon Produkte auf anderen Plattformen verkaufen?

Andere Marktplätze für deine Amazon FBA Produkte?

In den letzten Monaten haben wir uns ein wenig mit anderen Marktplätzen beschäftigt, weshalb ich dir heute mal eine kleine Zusammenfassung geben möchte. Das Produkt einfach nur auf einer weiteren Plattform listen und sofort den Umsatz vervielfachen - klingt verlockend, nicht wahr?

Teilweise ist das auch wirklich so möglich! Wo und wie erfährst du jetzt:

EBAY - Ebay ist wohl der Marktplatz den du (nach Amazon) zuerst im Kopf hattest. Er ist der zweitgrößte in Deutschland und dementsprechend viel Umsatz wird dort auch erwirtschaftet.

Allerdings: Der Aufwand ist dort wesentlich höher! Im Vergleich zu Amazon ist SEO, also das Ranking, wesentlich komplexer. Es spielen eine Vielzahl von Faktoren ein, unter anderem ist die Reputation des Verkäuferaccounts sehr wichtig. Als Neueinsteiger eine nicht unbedeutende Hürde.

Summa summarum wäre der Aufwand mindestens nochmal genauso groß wie der beim Betreiben eines Amazon-Accounts, tendenziell sogar größer. Die Absatzzahlen hingegen liegen weit drunter, genauso die Verkaufspreise. In meinem Produktsegment waren es ca. 10% der Verkäufe und 20% weniger Erlös im Vergleich zu Amazon.

Da ich ein großer Fan des Pareto-Prinzips bin, also wirklich nur die 20% anzugehen, die mir 80% der Resultate liefern, habe ich mich gegen Ebay entschieden.

DAWANDA - DaWanda ist ebenfalls einer der größeren Marktplätze in Deutschland. Die Produkte die dort Käufer finden sind allerdings nicht klassischer private label Natur.

DaWanda zielt vor allem auf eine weibliche Zielgruppe, die Artikel sind zu großen Teilen selbstgemacht, handgefertigt und sehr kreativ. Für mich fiel der Marktplatz deshalb ebenfalls weg, wenn du allerdings Deko oder ähnliches verkaufst kann DaWanda eine gute Chance bieten.

ALLYOUNEED - Mit allyouneed.com hat der Kurierdienst DHL einen eigenen Marktplatz auf die Beine gestellt. Das Fazit halte ich kurz und knapp: Die Absätze sind so gering, dass sie kaum die monatliche Verkaufsgebühr wieder reinholen.

RAKUTEN - Es ist garnicht so lange her, da wurde Rakuten als großer Amazon-Konkurrent prognostiziert. Die Entwicklung verlief dann leider doch etwas schleppend und so ist Rakuten heute leider ebenfalls kein geeigneter Verkaufschannel. Die Absatzzahlen sind so gering, dass sie den Aufwand nicht wert sind.

FAZIT - Je nach Produktgruppe kann Ebay oder DaWanda Sinn machen, diese beiden sollte jeder nochmal für sich selbst in Betracht ziehen. Alles darüber hinaus kann leider kaum Kunden vorweisen und bietet somit auch für uns Händler wenig Attraktivität.

Wer wie ich strikt nach dem Pareto-Prinzip vorgeht, der wird sein Glück zur Zeit ausschließlich auf Amazon finden. Aber auch hier haben wir Möglichkeiten zur Expansion: Denn die besten Marktplätze nach Amazon.de sind nicht Ebay, Rakuten und DaWanda, sondern amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.it & amazon.es!

Hierfür haben wir 2 Optionen:
Option 1: Wir versenden aus Deutschland. Das ist ein Klick im Sellercentral und deine Produkte sind sofort auf allen europäischen Marktplätzen gelistet. Wesentlich mehr potentielle Kunden und das ohne Mehraufwand = absoluter No-Brainer!

Du darfst dadurch allerdings keine Wunder erwarten, denn: Die automatisch übersetzen Texte sind mehr schlecht als Recht, du hast dort keine Bewertungen und die Lieferzeit ist entsprechend lang, da du aus DE versendest.

Option 2: Wir aktivieren PAN-EU. Dadurch erlauben wir Amazon die Waren auch in den jeweiligen Ländern zu lagern, was uns sofort für Prime qualifiziert.

Aber: Du wirst dadurch auch in den jeweiligen Ländern umsatzsteuerpflichtig! Der Verwaltungsaufwand ist nicht zu unterschätzen und diesen Schritt solltest du auf keinen Fall ohne Absprache mit deinem Steuerberater gehen. Wenn du dich allerdings dazu entschließt und in den anderen Ländern auch einen richtige Launch machst, dann kannst du wirklich gute Umsätze einfahren!

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